BigBasti's Blog About Me & my Digital Lifestyle

28Feb/102

C#: Alle Sichtbaren Prozesse / Fenster auflisten

Immer öfter benötige ich beim erstellen einer Software Zugriff auf fremde Fenster, doch leider bietet hier die Process-Klasse des .NET Frameworks nur wenig Hilfe. Denn mit ihr kann mann nicht alle Fenster ansprechen!

Problem:

Nehmen wir mal wir möchten alle zur Zeit geöffneten Fenster in einer Liste darstellen, dabei haben wir 3 Windows Explorer Fenster, 2 Mal FireFox und 3 anderen Programme geöffnet.

Wenn wir nun auf die Mittel des .NET Frameworks zurückgreifen, müssten wir das so angehen:


            foreach (Process p in Process.GetProcesses())
            {
                if (p.MainWindowHandle != null){
                    MessageBox.Show(p.MainWindowTitle + " - " + p.MainWindowHandle.ToString());
                }
            }

Der Code ist sehr simpel und leicht verständlich. Wir prüfen, ob ein Fenster sichtbar ist, in dem wir schauen, ob ein Handle dafür hinterlegt ist. Leider kann man das meines Wissens nicht anders lösen.

Aber wie es euch vielleicht schon aufgefallen ist benutzen wir hier die Funktion p.MainWindowHandle() - das Problem hierbei ist das kleine Wörtchen "Main", das in dem Funktionsnamen steckt, denn diese Funktion liefert uns NUR den Titel und das Fensterhandle des Hauptfensters des Programms, oder in anderen Worten, des Fensters eines Programms, das zuletzt aktiv gewesen ist.

Das bedeutet, dass wenn wir 3 Firefox Fenster offen haben wir nur das Handle und den Titel des zuletzt aktiven Fenster bekommen. Schlimmer ist es noch mit den Systemfenstern, da diese immer unter dem Prozess "Explorer" laufen, der unter anderem auch für die Darstellung der Taskleiste verantwortlich ist.

Das bedeutet, dass wir im Normalfall nicht die Windows Explorer Fenster ansprechen können sondern stattdessen das Handle der Taskleiste zurückbekommen, da diese meißt aktiver ist als die Windows Fenster und meistens auch immer im Vordergrund bleibt. (Siehe letzter Artikel)

Lösung:

Doch wie bekommen wir nun alle Fenster? Hier bietet uns das Framework leider keine Hilfe, weswegen wir auf die Win32 API zurückgreifen müssen. Hier finden wir Methoden, die uns viel über die Fenster verraten:


        [DllImport("user32.dll")] //Die Position und Größe eines Fensters bestimmen
        public static extern long GetWindowRect(IntPtr hwnd, ref RECT lpRect);

        [DllImport("user32.dll")] //Prüfen, ob ein Fenster Sichtbar ist
        public static extern bool IsWindowVisible(IntPtr hWnd);

        [DllImport("user32.Dll")] //Alle offenen Fenster abrufen
        public static extern int EnumWindows(ProcessListDemo.Windows.WinCallBack x, int y);

        [DllImport("User32.Dll")] //Titel eines Fensters auslesen
        public static extern void GetWindowText(int h, StringBuilder s, int nMaxCount);

        [DllImport("User32.Dll")] //Die Klasse des Fensters besimmen
        public static extern void GetClassName(int h, StringBuilder s, int nMaxCount);

Die wichtigsten hier sind "EnumWindows" und "IsWindowVisible". Die erste liefert uns eine Liste mit allen Fensterhandles die zur Zeit aktiv sind und mit der Zweiten können wir bestimmen, ob ein Fenster sichtbar ist oder nicht. Die anderen Funktionen lassen wir erstmal ungeachtet.

Wie eben schon erwähnt benutzen wir die EnumWindows-Funktion um uns alle Fensterhandles zu besorgen. Diese Funktion arbeitet hierbei über einen Delegaten Aufruf.


        ///
        /// Beinhaltet alle zur Zeit geöffneten und Minimierten Fenster
        ///
        public LinkedList lstWindows { get; set; }

        ///
        /// Delegate Funktion für EnumWindows (Siehe Declarations)
        /// Gibt die Werte an EnumWindowCallBack weiter
        ///
        public delegate bool WinCallBack(int hwnd, int lParam);

        private void getWindows()
        {
            //Liste mit Fenstern befüllen
            ProcessListDemo.Declarations.EnumWindows(new WinCallBack(EnumWindowCallBack), 0);

        }

        ///
        /// Diese Funktion wird durch die Delegate Funktion WinCallBack aufgerufen
        /// und iteriert durch alle zur Zeit geöffneten Fenster
        private bool EnumWindowCallBack(int hwnd, int lParam)
        {
            IntPtr windowHandle = (IntPtr)hwnd;

            StringBuilder sb = new StringBuilder(1024);
            StringBuilder sbc = new StringBuilder(256);

            ProcessListDemo.Declarations.GetClassName(hwnd, sbc, sbc.Capacity);
            ProcessListDemo.Declarations.GetWindowText((int)windowHandle, sb, sb.Capacity);

            //Nur Prozesse mit einer Beschreibung, also einem Fenster bearbeiten
            if (sb.Length > 0)
            {
                ProcessListDemo.Declarations.RECT r = new ProcessListDemo.Declarations.RECT(); //Fensterposition & Größe bestimmen:
                ProcessListDemo.Declarations.GetWindowRect(windowHandle,ref r);

                Window w = new Window(  sb + "",
                                        windowHandle,
                                        sbc + "",
                                        ProcessListDemo.Declarations.IsWindowVisible(windowHandle),
                                        new ProcessListDemo.Declarations.Point(r.Left, r.Top),
                                        new ProcessListDemo.Declarations.Point(r.Right - r.Left, r.Bottom - r.Top),
                                        Window.WinType.Normal);
                this.lstWindows.AddLast(w);
            }
            return true;
        }

In einfachen Worten erklärt passiert hier folgendes: Wir rufen die EnumWindows Funktion auf und übergeben dieser als Parameter die Referenz auf die Funktion EnumWindowCallBack, dazu benötigen wir die Delegate Funktion WinCallBack. Wichtig hierbei ist, dass alle Funktionen die gleichen Parameterdefinitionen haben. Der zweite Parameter ist bei mir hier aber ungenutzt, dieser ist optional vorhanden, um zB. weitere Referenzen zu übergeben wie zB. eine Listbox worin die Ergebnisse gespeichert werden sollen. Da wir hier aber die Ergebnisse direkt in die Klassen-variable schreiben benötigen wir diese nicht.

Nachdem die EnumWindows Funktion nun aufgerufen wurde macht sie nichts anderes, als die ihr übergebene Funktion (EnumWindowCallBack) aufzurufen. Diese wird dabei für jeden Prozess einmal aufgerufen und bekommt als Parameter das Handle des Fensters.

Im Prinzip nicht kompliziert. Ich habe hier, um das ganze besser zu visualisieren zwei Klassen namens "Window" und "Windows" erstellt. Diese übernehmen die ganze Arbeit für euch und erstellen eine Komplette Übersicht aller Fenster inklusive der Angaben, wie Größe, Position, Handle und Titel. Diese könnt ihr gern in euren eigenen Projekten nutzen.

Bild 1: Die Eigenschaften der Window-Klasse

Wenn ihr euch mal die Ergebnisse der EnumWindows Funktion anschaut werdet ihr feststellen, dass es ziemlich viele Fenster sind die da so im Hintergrund laufen, aber unsichtbar sind! Um diese Fenster zu filtern benutzen wir die Funktion IsWindowVisible und prüfen ob das Fenster Sichtbar ist oder nicht.

Bild 2: Das Demoprogramm in Aktion, zeigt alle Fensterprozesse

In dem Demoprogramm zeige ich euch wie ihr die zwei Klassen "Window" und "Windows" sehr einfach dazu benutzen könne, um eine Komplette Übersicht über alle Fenster des Systems zu bekommen.


        private void cmdList_Click(object sender, EventArgs e)
        {
            //Alte Liste Leeren
            lstProcess.Items.Clear();

            //Alle vorhandenen Fenster bestimmen
            Windows windows = new Windows();

            //Alle Fenster durchgehen und in die Lite einsetzen
            foreach (Window w in windows.lstWindows)
            {
                ListViewItem lvi = new ListViewItem(w.winTitle);
                lvi.SubItems.AddRange(new string[] { w.winClass,
                    w.winHandle.ToString(), w.winVisible.ToString() });     

                lstProcess.Items.Add(lvi);
            }
        }

Wie man sieht ist diese Angelegenheit dank der "Windows"-Klassen nun sehr einfach geworden. Zum besseren Verständnis solltet ihr euch das Demoprojekt herunterladen.

Download des Demoprojekts: Download [VS 2008 C#]

Wie hat euch dieser Artikel gefallen? Habt ihr Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Lob? Bitte ein Kommentar schreiben!

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24Feb/100

.NET: Windows Taskleiste verstecken

In den letzten Tagen ist mir durch einen Zufall aufgefallen, dass die Windows Taskleiste (seit Windows Vista) in einem Fenster Prozess des Explorers läuft.

Das interessante/lustige hierbei ist, dass die Taskleiste als Fenster erkannt wird und dementsprechend auch als Fenster behandelt werden kann. Also können wir sämtliche Funktionen für Fenster auch auf die Taskleiste anwenden.

Als Beispiel blende ich hier die Taskleiste mit Hilfe der ShowWindow Funktion aus. Das lustige hierbei, ist dass nicht die Ganze Taskleiste von dieser Aktion betroffen ist. Der "Start"-Knopf von Windows bleibt weiterhin sichtbar und funktioniert, nur das Drumherum ist nun verschwunden.

Der Prozess den wir suchen läuft als "explorer" und sollte der einzige Prozess sein, der ein MainWindowHandle hat aber keinen MainWindowTitle. Wenn man diese zwei Kriterien anwendet, kann man ganz einfach diesen Prozess isolieren:


        [DllImport("user32.dll")]
        public static extern long ShowWindow(IntPtr hWnd, int nCmdShow);

        private IntPtr tbHandle = IntPtr.Zero;
        private void button1_Click(object sender, EventArgs e)
        {
            Process[] pr = Process.GetProcesses();

            foreach (Process p in pr)
            {
                if (p.MainWindowHandle != null && p.MainWindowTitle == ""
                    && p.ProcessName == "explorer")
                {
                    tbHandle = p.MainWindowHandle;
                }
            }

            if (tbHandle != IntPtr.Zero)
            {
                ShowWindow(tbHandle, 0);
            }
            else
            {
                MessageBox.Show(this, "Konnte Prozess nicht finden!",
                "Fehler", MessageBoxButtons.OK, MessageBoxIcon.Exclamation);
            }
        }

Da man nun das MainWindowHandle hat kann man nun mit Hilfe der ShowWindow-Funktion aus der Win32 API das Fenster verstecken.

WICHTIG: Bitte vor dem Verstecken der Taskleiste unbedingt das MainWindowHandle abspeichern, da man diese sonst nicht wieder einblenden kann!

Wenn man die Aktion erfolgreich ausführt sieht man folgendes:

Bild 1: Die Taskleiste ist verschwunden, nur der Start-Knopf ist noch da

Wie man sieht ist nur noch der Start-Knopf da und die gesamte Taskleiste ist verschwunden und ist auch nicht anklickbar!

Wenn man die Option "Taskleiste Automatisch ausblenden" aktiviert hat hat man sogar einen noch schöneren Effekt!

Also wenn ihr nicht wollt, dass euch jemand auf die Taskleiste glotzt oder ihr jemandem einen kleinen Streich spielen wollt könnt ihr das ja mal testen!

Falls ihr eure Taskleiste versteckt habt und aus versehen das Programm beendet könnt ihr die Taskleiste nicht mehr über das Programm wiederherstellen! Die einzige Lösung ist es im Taskmanager ([STRG]+[SHIFT]+[ESC]) den Prozess "explorer.exe" zu beenden und dann über Datei->Neuer Task->"explorer"->[ENTER] den Explorer neu zustarten.

Bild 2: Das Demoprogramm

Ich hoffe diese kleine Spielerei hat euch gefallen, das Demo Projekt (diesmal in C#) gibts hier:

Demoprojekt: Download [VS 2008]

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18Feb/100

Interessantes aus der Java Welt Teil 2

In diesem Artikel möchte ich kurz was über statische Objekte in Java erzählen. Das ist ein sehr interessantes Thema, dass oft zu unerwarteten Fehlern führen kann.

Ich möchte hier zunächst mit einem kleinem Beispiel anfangen. Lest euch diesen kurzen Code durch und schaut mal ob ihr sagen könnt ob dieser kompiliert werden kann, wenn nein warum nicht und wenn ja was kommt raus?

Ernsthaft, nehmt euch eine Minute Zeit:


public class Demo {

	static String text = "Ich bin die Klasse Demo";

	public Demo getInstance(){
		System.out.println("Ich bin die Methode");
		return null;
	}

	public static void main(String [] args){
		System.out.println(new Demo().getInstance().text);
	}
}

Lasst uns den Code mal gemeinsam durchgehen. Wir deklarieren eine statische Klassenvariable vom Typ String und initialisieren diese auch gleich, desweiteren haben wir eine Methode getInstance() die einen Text auf der Konsole ausgibt und dann den Wert null zurückgibt!

Als letztes folgt die main()-Methode die das Programm ausführt, schauen wir uns diese etwas genauer an, denn hier ist der interessante Teil!

In der Main()-Methode wird eine Instanz der eigenen Klasse angelegt und dann die Funktion getInstance() ausgeführt, soweit alles ok, aber nun gibt die getInstance-Methode null als Rückgabewert zurück, also wird hier eine komplett "leere" Klasse zurückgegeben, und aus dieser "leeren" Klasse lesen wir nun die Variable text aus und geben diese auf Der Konsole aus.

Kann das Funktionieren? Kann ich eine Variable aus einer nicht instanzierten "leeren" Klasse benutzen? - Ja das können wir. Dementsprechend erhalten wir folgendes im Konsolen Fenster:


Ich bin die Methode
Ich bin die Klasse Demo

Doch warum ist das so? Dazu muss man wissen, dass es so etwas wie das Klasseninventar und Objektinventar gibt. Alle Statischen Objekte gehören zum Klasseninventar und alle nicht statischen zum Objektinventar.

Wo ist der Unterschied? Worin unterscheidet sich eine Klasse von einem Objekt? - Ein Objekt entsteht aus einer Klasse, daher kann es immer nur eine einzige Klasse geben, aber mehrere Objekte.

Schauen wir unsere Demo-Klasse mal an. Wir können beliebig viele Demo-Objekte aus der Demo-Klasse erstellen aber die Klasse selbst bleibt einzigartig.

Und genau das selbe geschieht auch mit den Objekten des Klasseninventars, alle diese Objekte sind nur ein einziges Mal vorhanden! Das heist, auch wenn man 100 Objekte vom Typ Demo anlegt hat man trotzdem nur eine einzige text-Variable! - Man braucht eine Weile um das zu schlucken, das gebe ich zu!

Aber vielleicht wird es etwas ersichtlicher an einem Beispiel. Nehmen wir an, wir programmieren mit Java eine Besucherzähler Klasse. Diese Klasse wird jedes Mal erzeugt wenn ein Benutzer eine Webseite aufruft und erhöht den Wert einer Zähler Variable um 1.

Da aber jeder Besucher seine eigene Instanz der Klasse bildet hat jeder Benutzer sein eigenes Besucherzähler Objekt. Wenn die Variable, die für das Zählen der Besucher zuständig ist nicht Statisch ist, hat jeder Benutzer eine neue - eigene - Variable die erhöht wird, und wenn mehrere Benutzer zur selben Zeit auf der Seite sind erhöhen Sie NUR ihre eigene Variable aus dem Objektinventar und nicht die allgemeine Variable.

Man muss hier also die Zähler Variable statisch machen, damit alle Objekte, egal wie viele es sind, immer auf die selbe Variable zugreifen, nämlich die aus dem Klasseninventar!

Kommen wir zurück auf das obige Beispiel, denn dieses funktioniert nur, da die text-Variable Statisch ist und somit im Klasseninventar liegt. Entfernt man das Wörtchen "static" vor der Definition, wird das Programm mit einer NullPointerException enden:


Ich bin die Methode
Exception in thread "main" java.lang.NullPointerException
	at Twitter.Demo.main(Demo.java:11)

Denn nun liegt die text-Variable im Objektinventar und da das Objekt mit null angegeben ist, also "leer" ist endet der Aufruf in einer Exception.

Soviel dazu, ich hoffe diese kleine Theoriestunde hat euch gefallen. Ich würde mich über Feedback (und evtl. Verbesserungen) freuen, wollt ihr zukünftig mehr solcher Themen hier haben?

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17Feb/104

VB.NET: FitzBox IP erneuern ueber uPnP

Die FritzBox ist als Router weit verbreitet und bietet einen Haufen an Konfigurationsmöglichkeiten an. Eins der nützlichsten Features ist uPnP (Universal Plug and Play). Diese Schnittstelle bietet uns eine sehr bequeme Möglichkeit mit dem Gerät zu kommunizieren ohne dass man einen Benutzernamen oder ein Kennwort benötigt!

Wer öfter mal im Internet unterwegs ist, kennst sicherlich mehrere gute Gründe seine IP zu wechseln. Und das ist sehr einfach, denn alles was dafür nötig ist, ist eine erneute Einwahl ins Internet.

Dies kann man sehr einfach über die Benutzeroberfläche der FritzBox machen oder einfach "oldschool"-mäßig das Netzwerkkabel aus der FritzBox ziehen und wieder einstecken. (Letzteres erfordert ebenfalls keinen Benutzernamen und Passwort)

Doch wenn man des öfteren auf diese Funktionalität angewiesen ist, ist es doch relativ nervig und umständlich. Deswegen werden wir hier ein einfaches kleines Programm entwickeln, dass für uns den Router zu einer Neueinwahl ins Internet "zwingt".

Wie oben bereits erwöhnt heißt die Technologie dafür UPnP (Universal Plug and Play). Über diese Technologie lassen sich sehr viele Befehle an die Fritzbox senden, vorausgesetzt, man befindet sich in dem selben Netzwerk.

Von Statusabfragen über Auslastungen und Übertragung, lassen sich sogar Telefonnummern anwählen und Anrufe steuern, im Prinzip kann man alle Funktionen darüber ansteuern. Hier gibts eine nette Übersicht mit vielen Beispielen.

Wie werden die Anfragen eigentlich an die Fritzbox übertragen? Das geschieht sehr einfach über einen POST Aufruf, denn auf der Fritzbox (und auch auf den meisten anderen Routern) läuft ein kleiner Webserver denn man ganz einfach über den Browser erreicht, wenn man die adresse "fritz.box" in die Adresszeile tippt.

Dort ist die Fritzbox genauso aufgebaut wie eine gewöhnliche Webseite. Und diese nimmt auch POST und GET aufrufe entgegen. Genau hier setzen wir an und werden unsere Befehle rüber schicken.


        Dim client As New TcpClient

        client.Connect("fritz.box", 49000)

        Dim stream As NetworkStream = client.GetStream
        Dim bytes As Byte() = New Byte((My.Resources.msg.Length)) {}

        bytes = Encoding.ASCII.GetBytes(My.Resources.msg)

        stream.Write(bytes, 0, bytes.Length)
        bytes = New Byte(1024) {}

        Dim str As String = String.Empty

        Dim count As Integer = stream.Read(bytes, 0, bytes.Length)

        str = Encoding.ASCII.GetString(bytes, 0, count)

        stream.Close()
        client.Close()

Der Code ist sehr simpel, wir erstellen uns einen WebClient und verbinden uns mit der FritzBox. Nach der Verbindung senden wir ein POST Request raus und lesen anschließend die Antwort wieder aus.

Mit dem obigen Code senden wir folgenden Befehl an die Fritzbox:


POST /upnp/control/WANIPConn1 HTTP/1.1
HOST: fritz.box:49000
SOAPACTION: "urn:schemas-upnp-org:service:WANIPConnection:1#ForceTermination"
CONTENT-TYPE: text/xml ; charset="utf-8"
Content-Length: 293

<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<s:Envelope s:encodingStyle="http://schemas.xmlsoap.org/soap/encoding/" xmlns:s="http://schemas.xmlsoap.org/soap/envelope/">
   <s:Body>
      <u:ForceTermination xmlns:u="urn:schemas-upnp-org:service:WANIPConnection:1" />
   </s:Body>
</s:Envelope>

Wie man sieht ist der Befehl ein gewöhnlicher POST Aufruf inkl. Header. Dieser übergibt einen Befehl urn:schemas-"upnp-org:service:WANIPConnection:1#ForceTermination", der der Fritzbox sagt die Verbindung ins Internet neu aufzubauen.

Man muss hierbei sehr aufpassen, besonders die Content-Length Angabe muss genaustens passen, da sonst ein Fehler als Antwort eintrudelt.

Wie immer gibts auch eine kleine Demoanwendung.

Bild 1: Das Demo Programm in action

Download hier: Download [VS 2008 Projekt]

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10Feb/101

Google Buzz – braucht man es?

Gestern Abend hat Google seinen neuen Dienst Buzz vorgestellt, damit will Google wohl Facebook und Twitter einholen und eine eigene Update Community aufbauen. Und da hat Buzz wirklich potenzial!

Denn Google integriert Buzz direkt in Google Mail, somit hat jeder GMail Benutzer automatisch Buzz und muss sich nicht extra registrieren. Desweiteren wählt Google einen etwas anderen Ansatz und versucht eine Art Mischung zwischen Facebook und Twitter zu schaffen.

Das sieht man schon daran, wie die "Buzzes" (oder was auch immer die Mehrzahl von Buzz ist) kommentiert werden, das sieht genauso aus wie Bei Facebook, sogar der "Gefällt mir" Button ist vorhanden. (Siehe Bild)

Bild 1: links Buzz und rechts Facebook

Das ist ein sehr interessanter Ansatz, so ist es zum Beispiel viel bequemer etwas zu kommentieren als bei Twitter, wo man dazu einen komplett neuen Tweet erstellen muss und total die Übersicht verliert, wenn inzwischen schon ein paar neue Tweets eingegangen sind.

Die Status updates bei Buzz sind wie auch bei Facebook nicht auf 140 Zeichen begrenzt und können Bilder und auch Videos enthalten, was die Sache nochmal interessanter macht.

Was mir jedoch am besten gefällt ist, dass man deine Updates entweder Öffentlich (Für jeden einsehbar) oder Privat (nur für Freunde) freigeben kann dazu kommt noch, dass man - dank der GMail Integration - die Freunde automatisch per Mail benachrichtigen kann.

Wie auch bei Twitter lässt sich auch die aktuelle Position (Koordinaten) mit einem Buzz verbinden, sodass man die schöne eingebaute Google Maps karte benutzen kann um zu sehen wo sich die Person gerade befindet. Dies bietet Twitter leider nicht von Haus aus an.

Leider kann man zur zeit nur über das Handy Buzzen, die Freischaltung für Google Mail erfolgt im Verlauf der nächsten Tage. Dann wird es auch sicherlich noch mal einen gewaltigen Schub an Nutzern bekommen. Mich eingeschlossen.

Auf einigen News Seiten, die schon über Buzz berichtet haben sieht man auch schon die typischen Google Kommentare die darauf "hinweisen", dass Google nur auf unsere Daten aus ist. Aber ich denke jemand, der Google Mail nutzt wird dies auch verkraften können :-)

Ich denke Google ist hier auf einem gutem Weg, und ich werde Buzz sicherlich im Auge behalten. Wenn ihr mit mir Buzzen wollt könnt ihr mich gern adden unter bigbasti[at]gmail.com.

Was meint ihr? Ist Buzz was für euch, oder bleibt ihr bei Twitter?

Links:
http://buzz.google.com

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