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App.net – der Neue auf dem Schulhof

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Sebastian Gross

Sebastian Gross arbeitet in Bielefeld als Softwareentwickler für .NET und Java im Bereich Web.Als Fan der .NET-Plattform lässt er sich kein Userguppen Treffen und Community Event im Raum OWL entgehen.Dabei hat er eine besondere Vorliebe für das ASP.NET MVC Framework und für das Test Driven Development (TDD) entwickelt.


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Allgemein

App.net – der Neue auf dem Schulhof

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Ich konnte meine Neugier doch nicht unter Kontrolle halten und habe mich auch bei dem neuen Twitter Konkurrenten registriert. Hier berichte ich von meinen ersten Erfahrungen und meinem Eindruck von dem Dienst.

Twitter mit Geschäftsmodell 

Es ist DAS Problem, das Twitter, Facebook und alle anderen Dienste haben, wie mache ich Geld damit? Dieses Problem scheint bei App.net sich gar nicht zu stellen, denn jeder Nutzer muss eine jährliche oder monatliche Gebühr zahlen um den Dienst nutzen zu können.

Das finde ich persönlich sehr gut, denn das löst ziemlich viele Probleme, nicht nur aus der Sicht der Betreiber und Entwickler.

Das Feeling

Wenn man App.net nutzt erinnert das einen an die Anfänge von Twitter, als alles noch neu war und Twitter noch auf das Feedback der Nutzer hörte und zb. Features aus der Community übernahm wie die RT-Funktion.

Man merkt deutlich dass alle noch mit den Möglichkeiten spielen, alles ist sauber und aufgeräumt, keine (oder kaum) SEO-Agenturen und Bots die einem sofort followen, wenn man das falsche Buzzword twittert postet. Aber das wird sicherlich auch noch folgen 🙂

Vorteile von App.net

Bereits nach kurzer Nutzung, fällt auf, dass es auf App.net zivilisierter zugeht. Ok, das könnte auch daran liegen, dass es erst 23,000 Nutzer gibt, aber ich denke, dass es an dem Bezahlsystem liegt. Denn bei Twitter kann sich jeder 10x Accounts machen, mit denen er dann unnötigen Spam verbreiten oder irgendwelche Bots laufen lassen kann.

Wenn man für jeden Account, der dann auch an eine Kreditkarte gebunden ist Geld zahlen muss wird sich jeder sicherlich fragen ob das wirklich nötig ist und der Aufwand sich überhaupt lohnt.

Ich denke die echten Vorteile werden sich erst später mit der Zeit herauskristallisieren. Und wenn Twitter weiterhin so aggressiv die Dritthersteller absägt und immer mehr Werbung in die Timeline schaltet werden die Leute scharenweise überlaufen.

Die Unterschiede

Das Erste was auffällt ist natürlich das Zeichenlimit von 256 Zeichen. Dies verdoppelt fast den Wert von Twitter mit 140 erlaubten Zeichen. Hier bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher ob das wirklich besser ist. (Auch wenn es definitiv die nerdigere Zahl ist ;))

Meine Erfahrung hat jedenfalls gezeigt, dass sich Menschen mehr Gedanken machen wenn sie sich kurz fassen müssen und das ist genau das was Twitter so besonders macht. Man hat alle Infos schnell auf einen schnellen Blick.

Weiterhin fällt auch die sehr minimalistische Oberfläche auf, die größtenteils auf Farben verzichtet. Auch wenn es nicht schlecht aussieht, denke ich dass sich hier demnächst vieles ändern wird, da das Ganze noch in den Kinderschuhen steckt.

Alles andere hat wirklich sehr viel Ähnlichkeit mit Twitter, nicht nur optisch auch funktionell:

Man sieht Funktionen wie „Repost“ und „Favorite“, was so ziemlich den Funktionen bei Twitter entspricht. Alle Posts die eine Antwort haben kann kann man auch in einer Konversation darstellen. Noch erkennt das System nicht die geposteten Links zu Bildern und Videos wie Twitter es tut, aber ich denke mal es ist nur eine Frage der Zeit.

Clients

Im Vergleich zu Twitter will App.Net Dritthersteller dafür belohnen Software für ihre Plattform zu erstellen. So gibt es schon diverse Clients für alle Systeme. Es macht sogar der Running-Gag die Runde, dass App.Net mehr Apps hat als User 🙂

Auf dem iPhone gibt es schon diverse Clients die alle im Schnitt 4€ kosten. Auch Browser Plugins und Standalone Programme sind vorhanden. Hier geht es definitiv in die richtige Richtung.

Was ist nicht so toll

Wenn man Twitter kennt gibt es leider nicht viel neues zu entdecken, ein paar Sachen gibt es aber, die man nicht einfach aus Twitter übernehmen kann, und das ist hauptsächlich der Name.

Der Dienst hat leider einen ziemlich nichtssagenden Namen, unter App.Net kann man sich alles mögliche vorstellen. Wie nennt man die Posts die man veröffentlicht? „Tweets“ oder „Twittern“ sind Begriffe die sich inzwischen richtig eingebürgert haben. Mit so etwas kann App.Net leider nicht dienen.

Wie nennt man nun so ein Statusupdate bei App.Net? Keine Ahnung, manche sprechen von Posts, andere sagen Updates – etwas einheitliches muss her, aber der Name lässt leider nichts schlüssiges zu, denn „Apps“ würde man sicherlich falsch verstehen 😉

Fazit

Bisher hat man mit App.Net ein Twitter ohne Werbung – nicht mehr und nicht weniger. Potential ist definitiv vorhanden und die Entwicklung wird sicherlich rasch vorangehen, denn der Dienst wächst mit knapp 10% pro Tag.

Weiter ins Detail gehen kann ich jetzt noch nicht, da ich einfach zu frisch auf dem System bin, aber das werde ich später gerne noch nachholen 🙂

Seid ihr auch auf App.Net unterwegs? Sagt mir was ihr davon haltet und fügt mich hinzu wenn ihr mögt 🙂 -> @bigbasti

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Sebastian Gross

http://www.bigbasti.com

Sebastian Gross arbeitet in Bielefeld als Softwareentwickler für .NET und Java im Bereich Web.Als Fan der .NET-Plattform lässt er sich kein Userguppen Treffen und Community Event im Raum OWL entgehen.Dabei hat er eine besondere Vorliebe für das ASP.NET MVC Framework und für das Test Driven Development (TDD) entwickelt.

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