Nice2Know: Errorlogging mit ELMAH
Errorlogging? Ist das nicht dieses Zeugs das die ganzen Java Programmierer und Linux Fuzies nutzen werdet ihr euch jetzt denken? Stimmt, aber auch in der .NET Welt ist es sehr nützlich ein Log zu führen und hier gibt es einige Tools für uns Entwickler die für uns diese unschöne Arbeit deutlich ersparen.
Das Tool dass ich euch heute vorstellen möchte ist ELMAH, was für Error Logging Modules and Handlers steht.
Was kann ELMAH? Hier ein Ausschnitt von der Hompage:
- Logging of nearly all unhandled exceptions.
- A web page to remotely view the entire log of recoded exceptions.
- A web page to remotely view the full details of any one logged exception, including colored stack traces.
- In many cases, you can review the original yellow screen of death that ASP.NET generated for a given exception, even with customErrorsmode turned off.
- An e-mail notification of each error at the time it occurs.
- An RSS feed of the last 15 errors from the log
Zusammengefasst gesagt schnappt ELMAH sich jede Exception die ihr nicht abgefangen habt und loggt diese für euch im Speicher oder in einer Datenbank und fasst diese auch noch schön zusammen auf einer Übersichtswebseite, in einem RSS Feed oder schickt euch diese direkt per Mail zu.
So könnt ihr jeder Zeit nach der Exception schauen was schiefgelaufen ist und euch den kompletten Stacktrace anschauen und (fast) jeden Yellow Screen of Death nachstellen.
Was mir an diesem Tool besonders gefällt ist die sehr einfach Integration in ein Projekt. Alles was ihr machen müsst ist es dafür zu sorgen dass die DLL in eurem bin-Verzeichnis und einen Handler in eure web.config einzutragen. Nun werden alle eure unbehandelten Exceptions geloggt.
Und es geht sogar noch einfacher, wenn ihr NuGet nutzt werden euch sogar diese Schritte abgenommen, einfach NuGet anwerfen, nach ELMAH suchen und installieren - fertig.

Das Schöne an NuGet ist, dass es nicht nur die Bibliothek herunterlädt sondern auch alle nötigen Einträge für uns anpasst, so werdet ihr nun auch ein paar neue Zeilen in eurer web.config entdecken:
Diese Arbeit blieb uns zum Glück erspart
Da nun eigentlich schon alles konfiguriert ist können wir fröhlich ein paar Fehler erzeugen:
Ich habe hier also eine URL aufgerufen für die kein Controller und keine View bestimmt werden konnte. Dass wir hier so “viele” Informationen angezeigt bekommen liegt daran, dass wir die Seite lokal aufrufen, würden wir das ganze von einem anderem System machen würden uns noch weniger Informationen zur Verfügung stehen.
Nun wollen wir mal gucken, was ELMAH für uns aufgezeichnet hat, das können wir machen, in dem wir diese Seite aufrufen: /elmah.axd
Alle aufgetretenen Exceptions für uns übersichtlich dargestellt. Wenn Bedarf besteht kann man natürlich auch tiefer bohren und die Details aufklappen:
Hier hat man nun den vollen Stacktrace und viele weitere Informationen wie z.B. die Servervariablen. Eine sehr coole Sache wie ich finde, da ihr nun auch von unterwegs eure Fehler untersuchen könnt.
Falls ihr nicht wollt, dass jeder eure Exceptions sehen kann ist dies natürlich auch möglich.
UPDATE: Ich habe hier die normale Version von ELMAH genutzt, für ein MVC Projekt würde ich aber ELMAH.MVC empfehlen (Ebenfalls auf NuGet verfügbar). Dieses integriert sich besser in eine MVC Umgebung da es einen AdminController anlegt und somit über /Admin/Elmah erreichbar ist.
ELMAH gibt es übrigens schon eine halbe Ewigkeit aber ich (Langschläfer) bin erst vor ein paar Wochen drüber gestolpert. Wie schaut es bei euch aus? Nutzt ihr ELMAH?
Lokale Wetterdaten anzeigen mit der HTML5 Geolocation API und ASP.NET MVC
Wenn man heutzutage hipp sein will mit seiner Webseite sollte man irgendwelche coolen Features von HTML5 nutzen. Deswegen möchte ich euch in diesem kleinem Tutorial zeigen, wie ihr auf eurer Seite dem aktuellen Besucher sein lokales Wetter anzeigen könnt.
Um dieses Ziel zu verwirklichen benötigen wir folgende Daten bzw. Dienste:
- Die physische Position des Besuchers
- Einen Dienst der uns zu der Position des Besuchers die Wetterdaten liefert
Der erste Punkt ist schnell abgehackt, denn hier werden wir eins der tollen neuen HTML5 Features namens Geolocation API benutzen. Diese API liefert uns, vorausgesetzt der Browser unterstützt es, Koordinaten des aktuellen Besuchers der Webseite. Alle aktuellen Browser, auch der IE ab Version 9 unterstützt diese API.
Das Ganze läuft so ab, dass wir als Webseite den Browser nach den Koordinaten fragen, aber dieser uns diese nicht sofort herausrückt, sondern erst den Benutzer fragt ob er einverstanden ist, das sieht je nach Browser unterschiedlich aus, hier ein Beispiel aus dem FireFox 6:

Wenn der Benutzer hier auf die “Zugriff erlauben” Schaltfläche klickt bekommen wir ein Objekt mit einem Haufen an Informationen rund um die Position des Benutzers. Für uns ist an dieser Stelle aber nur die Adresse des Nutzers von Bedeutung.
Moment mal, woher weiß der Browser so ich bin?
Tja, das ist eine gute Frage, auf magische Weise weiß der Browser wo wir uns aufhalten, auch wenn wir grad mit einem Desktopcomputer auf der Seite sind, der kein GPS Chip verbaut hat (im Vergleich zum Handy – wo das ja klar sein sollte) und das auch noch _ziemlich_ genau!
Im ersten Augenblick könnte man denken der Browser macht es über die IP Adresse, aber nein die IP ist _Viel_ zu ungenau im Vergleich mit den echten Koordinaten.
So sendet der Browser (Firefox) nach eurer Erlaubnis folgende Daten an Google unter dieser Adresse: https://www.google.com/loc/json
"mac_address": "01-23-45-67-89-ab", "signal_strength": 8, "age": 0, "SSID": "MyAccessPoint"
Als Google mit ihren StreetView Autos durch die Gegend gefahren ist haben die nämlich auch die Namen und die genauen Positionen von den WLAN Netzwerken gespeichert, an denen sie vorbeigefahren sind. An Hand dieser Informationen versucht Google euch nun zu orten.
Wie komme ich nun an diese Informationen?
Glücklicherweise gestaltet sich dies für uns sehr einfach:
if (navigator.geolocation) {
navigator.geolocation.getCurrentPosition(success, error);
} else {
alert("Not Supported!");
}
Wenn der Browser diese API kennt werden die statischen Klassen Navigator und geolocation aufgerufen und hier die Methode getCurrentPosition aufgerufen, diese bekommt als Parameter einen Verweis auf die Methode die ausgeführt werden soll. Wenn das Ganze fehlschlägt (Kein Browsersupport) soll die display_error-Methode aufgerufen werden.
Die Funktion success bekommt einen Parameter mit, der alle relevanten Informationen enthält:
<pre>
function success(position) {
alert(position.coords.latitude);
alert(position.coords.longitude);
alert(position.address.city);
}
Für uns ist für das weitere Vorgehen aber nur der Name der Stadt wichtig.
Auslesen der Wetterinformationen
Es gibt diverse offene APIs die uns die Wetterdaten zu einer angegebenen Stadt liefern können, ich habe mich an dieser Stelle für die von Google entschieden, da diese offen ist und keine Registrierung voraussetzt.
Die API ist unter folgender URL zu erreichen:
http://www.google.com/ig/api?weather=[LOCATION]&hl=[LANGUAGE]
Hier müsst ihr lediglich die gewünschte Stadt und die gewünschte Sprache einsetzen. Als Antwort bekommt ihr eine XML, die die Wetterdaten enthält, und das nicht nur für jetzt, sondern für die gesamte nächste Woche, inklusive ausgeschriebener Formulierungen wie “Teils sonnig” oder “Meistens bewölkt”.
Und wenn euch das noch nicht genug ist, bietet Google auch gleich das passende Icon zu dem Wetter, dass ebenfalls aus dem XML.Status ausgelesen werden kann. Insgesamt gibt es 22 verschiedene Wetterzustände zu denen es jeweils auch ein passendes Icon gibt.
Moment, wie komme ich nun an diese Daten?
Es besteht nun nur noch ein kleines Problem. Die ganze Abfrage erfolgt beim Client, deswegen kennt nur der Client die Position des Benutzers. Wir müssen nun aber (im Hintergrund => Ajax) einen Request an den Google Dienst absenden um an die Wetterdaten zu kommen.
Leider können wir das nicht direkt aus dem Client machen, da die Browser es verbieten, Requests an andere Domains abzusenden als an die von der das Script geladen wurde. Das ganze schimpft sich “Same Origin Policy” und soll den Benutzer unter Anderem vor Cross-Site-Scripting-Attaken schützen.
Das bedeutet, dass wir den Umweg über den Server gehen müssen und uns auf dem Server eine kleine API anlegen müssen die unserem Script auf Anfrage die passenden Daten liefert.
Dies kann man z.B so implementieren:
private const string GOOGLE_WEATHER_API_URL =
"http://www.google.com/ig/api?weather={0}&amp;amp;amp;amp;amp;amp;hl=de";
public WeatherResult GetWeahterData(string city) {
string api_url = string.Format(GOOGLE_WEATHER_API_URL, city);
try {
HttpWebRequest req = (HttpWebRequest)HttpWebRequest.Create(api_url);
HttpWebResponse res = (HttpWebResponse)req.GetResponse();
StreamReader reader = new StreamReader(res.GetResponseStream());
string response = reader.ReadToEnd();
XmlDocument xmlDoc = new XmlDocument();
xmlDoc.LoadXml(response);
string temp = xmlDoc.SelectSingleNode("xml_api_reply/weather/current_conditions/temp_c").Attributes["data"].Value;
string icon = xmlDoc.SelectSingleNode("xml_api_reply/weather/current_conditions/icon").Attributes["data"].Value;
WeatherResult wRes = new WeatherResult(temp, city);
wRes.Icon = icon;
return wRes;
} catch (Exception ex) {
return null;
}
}
Für den Response habe ich mir eine kleine Klasse gebastelt, die ich zu Json serialisiere und als Antwort zurückgebe:
public class WeatherResult {
public string Temperature { get; set; }
public string City { get; set; }
public string Icon { get; set; }
public WeatherResult(string temp, string city) {
Temperature = temp;
City = city;
}
}
Das Ganze wird von dem ApiController aufgerufen:
public class ApiController : Controller
{
//
// GET: /Api/GetWeather
public JsonResult GetWeather(string id)
{
WeatherResult res = new Tools.Weather.WeatherHelper().GetWeahterData(id);
return Json(res, JsonRequestBehavior.AllowGet);
}
}
Was wir nun noch machen müssen ist unsere neu geschaffene API über einen Ajax Request aufzurufen. Hier habe ich jQuery benutzt um das Ganze zu vereinfachen:
function get_address(position) {
var full_url = "/Api/GetWeather/" + position.address.city;
$.ajax({
url: full_url,
success: get_weather,
error: display_error
});
}
Die get_weather-Funktion auf die ich hier im Erfolgsfall verweise ist nun dafür verantwortlich die vom Server erhaltenen Daten anzuzeigen, und dank dem zu Json serialisiertem WeatherResult-Objekt kann dies auch bequem erfolgen. Hier habe ich ebenfalls jQuery genutzt um mir die benötigten Referenzen auf die DOM-Objekte zu besorgen. Ein mögliches Ergebnis des Ganzen könnte ihr hier rechts sehen.
function get_weather(address) {
$(".weather_info").html(address.Temperature == "" ? "N/A" : address.Temperature + "°C");
$(".location_info").html(address.City);
}
Sonst noch was?
Im Grunde wars das auch schon. Aber eine Kleinigkeit ist mir noch aufgefallen, und zwar kann es vorkommen, dass ihr keine Adressdaten von der Geolocation API bekommt, sondern nur Koordinaten. (Falls Google diese Daten nicht gelistet hat oder ähnliches).
In diesem Fall müsst ihr ein Reverselookup machen und die Koordinaten in eine Adresse umwandeln, da die Google Wetter API nur Ortsnamen, aber keine Koordinaten annimmt.
Glücklicherweise stellt und Google auch dafür eine API zur Verfügung, diese könnt ihr unter folgender URL erreichen:
http://maps.google.com/maps/api/geocode/json?latlng=[KOORDINATEN]sensor=true
Hier könnt ihr sogar als Parameter angeben, ob ihr XML oder Json als Antwort haben wollt. Diese könnt ihr z.B. so nutzen:
private const string GOOGLE_MAPS_REVERSE_LOOKUP_URL =
"http://maps.google.com/maps/api/geocode/json?latlng={0}&amp;amp;amp;amp;amp;amp;sensor=true";
public static string GetCityFromCoords(string coords) {
string api_url = String.Format(GOOGLE_MAPS_REVERSE_LOOKUP_URL, coords);
try {
HttpWebRequest req = (HttpWebRequest)HttpWebRequest.Create(api_url);
HttpWebResponse res = (HttpWebResponse)req.GetResponse();
StreamReader reader = new StreamReader(res.GetResponseStream());
string response = reader.ReadToEnd();
var serializer = new JavaScriptSerializer();
serializer.RegisterConverters(new[] { new DynamicJsonConverter() });
dynamic obj = serializer.Deserialize(response, typeof(object));
string city = obj.results[0].address_components[3].long_name;
return city;
} catch (Exception ex) {
return "";
}
}
Hier habe ich mir ein dynamic-Object generieren lassen aus dem übergebenen Json. Dazu habe ich diese Klasse hier genutzt.
Falls dieser Fall eintreffen sollte, braucht ihr übrigens nicht mit genauen Koordinaten bzw. Adressdaten zu rechnen, aber für unseren Zweck reicht es allemal.
Ausgeben einer Meldung nach dem Anmelden des Benutzers an einer ASP.NET Webseite
Neulich habe ich auf einer meiner Seiten neben dem normalen Zugang für Benutzer auch einen Gastzugang eingerichtet.
Meldet sich jemand als Gast an meinem System an, stehen im alle Seiten des Adminbereiches zur Ansicht zur Verfügung, ein Speichern der Änderungen wird jedoch nicht erlaubt.
Um den Gastnutzer meiner Seite auf diese Einschränkungen und andere Besonderheiten hinzuweisen - wollte ich eine Meldung ausgeben - sobald der Gast sich beim System angemeldet hat.
Ich verwende zur Anmeldung der Benutzer die vom Visual Studio 2010 automatisch generierte Seite LogIn.aspx.
Im Folgenden möchte ich zeigen wie man diese automatisch generierte Seite abändern muss um oben beschriebenes umzusetzen zu können.
Die Meldung möchte ich als ModalPopup ausgeben. Hierfür erweiterte ich die LogIn.aspx um den Code für das ModalPopup
...
<div style="display:none;">
<asp:Button ID="ButtonGastLogIn" runat="server" />
</div>
<asp:ToolkitScriptManager ID="ToolkitScriptManagerGastLogIn" runat="server"/>
<asp:ModalPopupExtender ID="ModalPopupExtenderGastLogInt" runat="server"
TargetControlID="ButtonGastLogIn"
PopupControlID="PopupGastLogIn"
cancelControlID="ButtonClose"
backgroundcssclass="ModalPopupBG">
</asp:ModalPopupExtender>
<div id="PopupGastLogIn" runat="server">
...
<asp:imageButton ID="ImageButtonOK" runat="server" ImageUrl="~/image.png" />
</div>
Zu beachten ist hier, dass der Button zum Anzeigen des Popup nicht sichtbar ausgeführt wird.
Immerhin soll das Popup, abhängig davon ob sich ein normaler Benutzer oder ein Gast anmeldet, angezeigt werden oder eben nicht.
Die Codebehind-Datei wird wie folgt erweitert.
Protected Sub LoginUser_Authenticate(ByVal sender As Object, ByVal e As System.Web.UI.WebControls.AuthenticateEventArgs) Handles LoginUser.Authenticate
If ClassLogIn.CheckUser(Me.LoginUser.UserName, Me.LoginUser.Password) String.Empty Then
'Anmeldung ok
FormsAuthentication.RedirectFromLoginPage(Me.LoginUser.UserName, True)
Else
'Anmeldung fehlgeschagen
e.Authenticated = False
End If
End Sub
Diese Sub wird mit dem Drücken des Anmelden Buttons ausgeführt.
ClassLogIn.CheckUser ist eine von mir geschriebene Funktion die die Benutzereingaben prüft.
Sie werden vermutlich eine ähnliche Vorgehensweise gewählt haben, entscheidend für die Authentifizierung des Benutzers ist FormsAuthentication.RedirectFromLoginPage(…).
Dadurch wird der Benutzer angemeldet (authentication) und an die Ursprungsseite weitergeleitet.
Dieses Vorgehen wollen wir, für alle normalen Benutzer unseres Systems, weiterhin nutzen.
Es gilt nun zwischen „normalen Nutzern“ und „Gästen“ zu unterscheiden.
Da FormsAuthentication.RedirectFromLoginPage(..) den Response an die Ursprungsseite weiterleitet eignet sich dieses Vorgehen, zum Anmelden, für das Anzeigen eines ModalPopup nicht.
FormsAuthentication.SetAuthCookie(..) erfüllt unsere Bedürfnisse nach einer Authentifizierung ohne Weiterleitung perfekt. Zu beachten ist hier aber das die Authentifizierung erst vollständig ausgeführt wurde wenn ein Response stattgefunden hat.
Wir teilen die notwendigen Schritte also in zwei Teile auf.
Im ersten Schritt ändern wir unsere Sub von oben ein wenig ab.
Protected Sub LoginUser_Authenticate(ByVal sender As Object, ByVal e As System.Web.UI.WebControls.AuthenticateEventArgs) Handles LoginUser.Authenticate
If ClassLogIn.CheckUser(Me.LoginUser.UserName, Me.LoginUser.Password) String.Empty Then
'Anmeldung ok
If ClassLogIn.IsGast(Me.LoginUser.UserName) = True Then
FormsAuthentication.SetAuthCookie(Me.LoginUser.UserName, True)
Me.ModalPopupExtenderGastLogInt.Show()
Else
FormsAuthentication.RedirectFromLoginPage(Me.LoginUser.UserName, True)
End If
Else
'Anmeldung fehlgeschagen
e.Authenticated = False
End If
End Sub
Eine weitere Funktion prüft ob sich ein Gast oder ein normaler User am System anmelden will.
Handelt es sich um einen Gast, führen wir den ersten Teil der Authentifizierung aus und zeigen das ModalPopup an.
Wird das ModalPopup geschlossen leiten wir den Response an eine andere Seite unseres Systems weiter.
Damit wird der Anmeldevorgang abgeschlossen.
Protected Sub ImageButtonOK_Click(sender As Object, e As System.Web.UI.ImageClickEventArgs) Handles ImageButtonOK.Click
Server.Transfer("~/Default.aspx")
End Sub
Einen Nachteil hat das Ganze, ein Gast wird – im Gegensatz zu einem normalen Benutzer - immer auf eine bestimmte Seite (hier Default.aspx) weitergeleitet.
Über den Autor

Michael Bernhard
Hobby-Programmierer von VB.NET, C# und ASP.NET Anwendungen. Hauptberuflich als Inbetriebnehmer bei der Böwe Systec GmbH beschäftigt. Vorzeigbare Projekte – TimeZone Notifier und TSV Neusäß Junioren.
Anonyme Threaduebergreifende Eventhandler
Jeder von uns uns hatte schon mit Events und den dazugehörigen Handlern zu tun. Jeder Button auf einem Formular hat z.B. einen eigenen Eventhandler, der irgendwo in der Form.Designer.cs definiert und registriert wird. Dieser sieht dann meist ca so aus:
//Registrierung
this.button1.Click += new System.EventHandler(this.button1_Click);
//Verweis / Nutzung
private void button1_Click(object sender, EventArgs e) { }
So wird jedes Mal wenn des Click-Event der Button-Instanz ausgelöst wird die registrierte Methode button1_Click Ausgeführt. Eigentlich ein schönes und einfaches System, aber wenn man eigene Klassen hat und teilweise viele Instanzen davon bildet ist es unschön, da dabei sehr viele Methoden in der Klasse entstehen und somit die Übersicht mit der Zeit verloren geht.
Deswegen gibt es für uns die Möglichkeit so genannte anonyme Methoden als EventHandler zu verwenden. Diese benötigen keine Deklaration und haben keine Referenz, somit gehen diese auch verloren, sobald diese zu Ende gelaufen sind. Benutzen kann man diese so:
this.button1.Click += delegate(object sender, EventArgs e) {
//hier steht mein Code
};
Wie man sieht ist der Code um einiges übersichtlicher geworden und kürzer geworden. Wir übergeben nun eine anonyme Methode als Handler.
Was das ganze noch etwas interessanter macht, ist dass es noch mehr Ersparnis und noch mehr Übersicht bei Threadübergreifenden EventHandlern gibt. Schauen wir uns mal an wie es normalerweise ausschaut:
//Registrierung des EventHandler zum anderen Thread
man.NewInformationUpdate += new NewInformationUpdateArrived(update_received);
//Handlermethode
public void update_received(object sender, TestInformationUpdateEventArgs ev) {
//Aufruf zu dem eigenen Thread deligieren
this.BeginInvoke(new delegateupdate(update), new object[] { ev });
}
//Definition der delegaten Methode
public delegate void delegateupdate(TestInformationUpdateEventArgs ev);
//Eigentliche Methode zum Verarbeiten des Events
private void update(TestInformationUpdateEventArgs msg) {
//...
}
Wir haben nun drei Methoden definiert, nur um ein Event zu behandeln, dies ist von Nöten, da wir hier Events verarbeiten, die aus einem anderen Thread kommen.
Hier können wir ebenfalls viel einsparen wenn wir mit delegates und anonymen Methoden arbeiten:
fd1.CompletionInformation += delegate(object se, CompletionInformationArgs ci) {
this.BeginInvoke(new EventHandler(delegate(object obj, EventArgs ea) {
CompletionInformationArgs cea = (CompletionInformationArgs)ea;
//Unser verabeitungs Code hier
}), new object[] { se, ci });
};
Hier haben wir wieder aus drei Methoden eine gemacht, naja eine richtige zumindest
und zwei anonyme. Ich finde diese Variante deutlich lesbarer und übersichtlicher, da alle wichtigen Information an einer Stelle sind.
Doch Vorsicht, diese Methode hat einen gravierenden Nachteil, da wir hier anonyme Methoden benutzen haben wir keine Referenz darauf und können somit das registrierte Event nie wieder un-registrieren. Mit anderen Worten, man muss abwegen wann man diese Abkürzung gehen kann und wann nicht.
Meiner Erfahrung nach wird der Fall überwiegen wo man diesen Weg leider nicht gehen kann, aber dann kann man versuchen ein Zwischenweg zu finden:
var handler = new EventHandler(delegate(object o, EventArgs e)
{
//handler Logik
};
Subject.NewEvent += handler;
//Diesen können wir später dann auch entfernen
Subject.NewEvent -= handler;
Auf diese Weise haben wir immernoch eine Ersparnis und behalten die volle Kontrolle über unsere Handler.
Als kleine (unschöne) Alternative können wir auch anonyme Handler loswerden, indem wir alle Handler entfernen:
public event EventHandler SomeEvent;
public void ClearEventHandlers() {
Delegate[] delegates = SomeEvent.GetInvocationList();
foreach (Delegate delegate in delegates) {
SomeEvent -= (EventHandler) delegate;
}
}
Visual Studio 2010 und das Intellisense im Vergleich
Da ich Beruflich auch viel im Javaumfeld arbeite, komme ich in Kontakt mit verschiedenen IDEs. Am besten gefällt hier das kostenlose NetBeans von Sun Oracle. Und bereits nach kurzer Zeit sieht man die vielen Unterschiede der IDEs, besonders fällt hier aber der Unterschied des Code Completion Features der IDEs auf.
Im Visual Studio haben wir Intellisense kennen- und lieben gelernt, es ist schnell und liefert uns die Informationen die wir haben wollen. Doch schaut man hier mal auf das andere Ufer, wird man schnell feststellen, dass hier doch tatsächlich noch Nachholbedarf besteht.
Schauen wir uns beispielsweise ein typischen Intellisense Pupup an, der uns Informationen zu der Methode Create() der HttpWebRequest-Klasse liefert:
Wir bekommen eine Auflistung der uns zur Verfüfung stehenden Methoden (1) und die markierte Methode wirft noch ein weiteres Popup auf, welches uns den Methodenkopf, eine Kurze Beschreibung und die möglichen Exceptions liefert (2).
Eigentlich doch alles was manbraucht, stimmt! Vergleichen wir das Ganze doch mal mit dem "Intellisense" von NetBeans 7:
Was haben wir hier, als erstes taucht, wie im Visual Studio auch, eine Liste mit dem möglichen Befehlen auf (1), diese ist hier etwas großzügiger gestaltet und nimmt etwas mehr Platz auf dem Bildschirm ein, liefert uns aber auch auf den ersten Blick den Return-Typ der Funktion (das was rechtsbündig in der Liste steht) - Im VS müsste man erst die Methode auswählen und auf den "Hilfspopup" warten um an diese Information zu kommen.
Als zweites taucht auch hier ein weiteres Popup auf, mit Details zur Funktion an sich (2). Und das ist der Teil wo es interessant wird, denn hier bekommen viel mehr Informationen als im VS.
Als erstes fällt auf, dass es viel mehr zu lesen gibt, hier wird nämlich das dazugehörige Javadoc geladen und angezeigt, dieses bietet natürlich eine Fülle an Informationen und sogar Beispielcode für die gerade gewählte Funktion.
Um diese Informationen im VS zu erhalten müssen wir die Funktion markieren und dann [F1] drücken, damit sich dann der Browser öffnet und uns zu dem passenden Artikel auf MSDN navigiert, wo wir dann alle nötigen Infos inkl. Beispiele finden, aber warum der Umweg?
Als nächstes fällt auf, dass das in dem zweiten Popup auch Links auftauchen (3), diese kann man natürlich auch anklicken und man wird innerhalb des kleinen Fensters zu dem geklickten Dokueintrag weitergeleitet - das ist wirklich sehr sehr praktisch! Dazu kommt noch oben eine kleine Navigation (4) um zwischen den besuchten Seiten zu wählen, den Artikel im Browser zu öffnen oder direkt zu der gewählten Klasse zu wechseln.
Das macht wirklich Spaß mit dieser Hilfe zu arbeiten und man kann schnell die nötigen Informationen nachschlagen ohne überhaupt die Maus bewegen zu müssen.
Natürlich bin ich mit dessen bewusst, dass es auch für das VS Erweiterungen gibt wie ReSharper oder CodeRush, die sich dieser "Schwäche" annehmen und versuchen es zu verbessern, diese kosten aber erstens Geld und machen aber auch nicht alles perfekt.
Aber es gibt auch Sachen die mich umgekehrt an NetBeans extrem stören, wie zb. die Tatsache, dass NetBeans sich nicht mehrkt welchen Befehl ich als letztes benutzt habe.
Wenn wir das obere Bild anschauen, will ich die methode callVRFY() aufrufen und das mehr fach hintereinander. NetBeans wird mir jedes Mal den Vorschlag genau so machen wie wir ihn hier sehen, ich muss also jedes Mal 12x [Pfeil nach unten] drücken um den Eintrag auszuwählen oder den Namen direkt voll ausschreiben.
Visual Studio reagiert hier deutlich intelligenter, denn es merkt sich, dass man diese Methode nun 2x benutzt hat und schlägt beim nächsten Mal wenn man "call" tippt direkt die callVRFY() Methode als erstes vor.
Eine weitere Sache die bei Visual Studio genial ist, ist die Tatsache, dass ich eigentlich den "call"-Teil des Methodennamen überspringen kann und direkt anfangen kann "VRFY" zu tippen, Intellisense würde dennoch erkennen, dass ich die "callVRFY" Methode meine und diese für mich auswählen.
Beispiel:
Wie man sieht schlägt mit VS hier alle Klassen & Methoden vor die "response" im Namen haben. - Super!
Das sind nun natürlich zwei "Kleinigkeiten" die ich mir hier herausgepickt habe, aber glaubt mir wenn man plötzlich auf diese verzichten muss ist das mehr als nervig!
Zum Schluss kann ich sagen, dass beide IDEs von ein an der lernen können und dass ich, egal mit welcher IDE ich gerade arbeite das ein oder andere Feature aus der anderen IDE vermisse. Bleibt noch zu hoffen, dass die Entwickler sich gegenseitig auf die Finger schauen und diese netten kleinen Features gegenseitig "ausleihen"
Wie steht ihr dazu? Seit ihr mit dem Intellisense glücklich, nutzt ihr Erweiterungen (ReSharper etc..)?
Entstehung einer ASP.NET Webanwendung anhand eines Beispiels
Mit diesem Artikel will ich skizzieren wie eine Webanwendung mittels ASP.NET entworfen und umgesetzt wird. Ich will einen Einblick in die Vorüberlegungen, sowie in die Umsetzung des Projektes geben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Vorüberlegungen
Wie fast alle Hobbyprogrammierer erstelle auch ich eine Unzahl unnötiger und zum Teil auch unsinniger Anwendungen. Dies ist der Luxus den man sich leisten kann, wenn man damit nicht sein Geld verdienen muss.
Da ich ab und zu auf Dienstreise gehe, ist die aktuelle Uhrzeit am gegenwärtigen Standort immer ein Thema. Oft kommt auch die Frage auf, wie spät es denn bei den Lieben zu Hause wohl sein mag.
Hierfür kommt natürlich nur, mein neuestes Steckenpferd, eine Webanwendung in Frage.
Die ersten Überlegungen:
- Welcher Aufbau einer Webanwendung ist der beste
- Wie ermittle ich meinen aktuellen Standort
- Welche zusätzlichen Informationen kann ich noch anzeigen
1. Welcher Aufbau einer Webanwendung ist der beste?
Ich hab mich hier, sehr schnell, für eine Webanwendung entschieden, die ihre Informationen aus einem RSS-Feed bezieht. Vorteil hierbei, es handelt sich um ein XML-Format, welches leicht zu lesen ist und auch anderweitig verwendet werden kann.
Eine Windows-, Linux-, MacOS- oder Android Anwendung könnte den RSS-Feed ebenfalls nutzen.
2. Wie ermittle ich meinen aktuellen Standort
Im Prinzip wäre GPS das ideale Werkzeug um den aktuellen Standort auf der Welt bestimmen zu können. Da ich jedoch nur ein Notebook auf meinen Dienstreisen zur Verfügung habe, fällt das mit dem GPS aus, denn die wenigsten Notebooks verfügen über GPS – meines schon gar nicht.
Eine weitere Möglichkeit meinen Standort zu bestimmen wäre über die IP Adresse, mit der sich mein Computer über den jeweiligen Provider mit dem Internet verbindet. Nicht sehr genau, aber wenn es um die Zeitzone geht – genau genug.
Eine andere Alternative, die mir erst vor kurzem bekannt wurde, ist die Ermittlung des Standortes via HTML 5 – Voraussetzung hierfür sind ein Browser der diese neue Technologie unterstützt und aktiviertes JavaScript.
Die Umsetzung via HTML 5 ist zudem genauer als der Weg über die IP-Adresse. Ideal wäre also die Verknüpfung beider Techniken.
Da meine Seite aktuell mit der IP-Adresse arbeitet, möchte ich das als Basis der folgenden Abhandlungen nehmen.
3. Welche zusätzlichen Informationen kann ich noch anzeigen
Weitere Informationen bietet ASP.NET von allein. IP-Adresse, Sprache, Browser, Auflösung usw.
Die Umsetzung:
Wie schon erwähnt ist ein RSS-Feed nichts anderes als eine XML Datei. Diese wird als Antwort (Response) auf eine Anfrage (Request) vom Webservice zurückgegeben.
Im Prinzip also recht einfach
- Daten ermitteln
- XML erstellen
- Daten zurückgeben
Überlegung:
Welche Daten benötigen wir und welche Daten soll der RSS-Feed zusätzlich enthalten?
Im Prinzip benötigen wir nur drei Werte um die aktuelle Uhrzeit und Zeitzone übermitteln zu können.
- Die Zeitzone als ID – damit kann dann ganz einfach die passende Zeitzone auf dem Windows-PC gefunden werden.
(Wie das auf einem MAC OS oder einem Linux Rechner umgesetzt werden kann wäre eine weitere Überlegung wert) - Die Zeitverschiebung in Stunden (Als Basis gilt hier immer die koordinierte Weltzeit)
- Die Zeitverschiebung in Minuten (Als Basis gilt hier immer die koordinierte Weltzeit)
Alle weiteren Daten sind Beiwerk und blähen unseren RSS-Feed nur auf. Aber wer kommt denn schon ohne Beiwerk aus?
Interessant sind natürlich auch
- Die momentane IP-Adresse
- Die eingestellte Sprache
- Der aktuelle Ort (Stadt) bzw. das Land
- Die Region (hier kommen wir später darauf zurück)
- Die Geokoordinaten (geographische Länge und Breite)
Umsetzung:
Die erste Schwierigkeit besteht darin aus der IP-Adresse den aktuellen Standort zu ermitteln.
Hierfür gibt es eine Menge Webservices, die aber alle nicht sehr aktuell sind und ihre Daten nicht so einfach zur Verfügung stellen wollen.
Als die beste aller Möglichkeiten hat sich die MaxMind GeoLight City Datenbank in Verbindung mit dem Google Maps UserControl von SubGurim.net gezeigt.
Nachteil hier – die Datenbank ist 30MB schwer und muss jeden Monat aktualisiert werden, da sich die IP-Adressen ständig ändern. Was soviel heißt wie, je länger der Monat dauert je ungenauer die Angaben.
Abhilfe würde hier die kostenpflichtige Datenbank schaffen – diese ist zwar noch Größer wird aber in einem kürzeren Zyklus aktualisiert. Da ich das Ganze aber nur als Hobby-Projekt umsetzen will, sind mir die Kosten dafür zu hoch.
Die kostenpflichtige Datenbank gibt es ebenfalls hier (GeoCity) und kann natürlich auch mit dem gleichen UserControl betrieben werden.
Ich hab mich für das Binary Format der Datenbank entschieden, da diese Version in Verbindung mit dem SubGurim UserControl sehr schnell ist. Die Zugriffszeiten auf meinen RSS-Feed liegen bei etwa 0.5 Sekunden.
Das SubGurim Control wurde für ASP.NET 2.0 entwickelt, arbeitet aber auch im Framework 4 ohne Probleme.
Bindet man nun alles ein – ein Lesen der Dokumentation hilft wie immer weiter - reduziert sich der Code zur Ermittlung der Geokoordinaten auf
Dim location As Location = GetLocationFromIP(userIP)
Im Prinzip schon fast alles. Nur war es nicht unser Ziel die Geokoordinaten zu ermitteln, wir wollten die Uhrzeit und Zeitzone am aktuellen Standort ermitteln.
Anmerkung:
Die Klasse Location ist hier ein Teil des SubGurim.Net UserControls und enthält neben den GeoKoordinaten auch die ermittelte Stadt, das Land (beides als Klartext) und die Region als Kürzel (z.B. 02 = Bayern, 05 = Hessen).
Da ich für die nächsten Schritte keine weiteren Controls, Dll’s oder anderes frei verfügbares Werkzeug gefunden habe, musste ich die Verknüpfung der Standortdaten zur Zeitzone und das Decodieren des Regionkürzels selbst erledigen.
Überlegung:
Ein jeder Punkt dieser Welt gehört einer bestimmten Zeitzone an. Hier gilt es 3 Fälle zu beachten.
- Länder die als Ganzes einer Zeitzone angehören (z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz)
- Länder die mehreren Zeitzonen angehören (z.B. USA, Russland, Indonesien)
- Gebiete die nicht erfasst werden können (Oceane und Wüsten)
1. Länder die als Ganzes einer Zeitzone angehören
Die einfachste Form, die Inhalte der Klasse Location können direkt zur Ermittlung der Zeitzone herangezogen werden.
Vereinfacht: Land = Zeitzone = Zeitverschiebung
2. Länder die mehreren Zeitzonen angehören
Nicht mehr ganz so einfach. Die Zeitzone wird hier anhand des Landes und der Region bestimmt.
Vereinfacht: Land (z.B. USA) - Region (z.B. CA - Kalifornien) = Zeitzone = Zeitverschiebung
Sonderfall: Eine Region enthält mehrere Zeitzonen (z.B. USA/Indiana – Eastern- und Central Time)
Hierfür habe ich noch keine Lösung – mir fehlen die genauen Daten – aber vermutlich wird es dann eine weitere Unterteilung anhand der ermittelten Stadt geben.
Land (z.B. USA) – Region (z.B. IN - Indiana) – Stadt (?) = Zeitzone = Zeitverschiebung
3. Gebiete die nicht erfasst werden können
Da es auf dem Meer oder in der Wüste keinen Provider bzw. keine Empfang gibt, kann dieser Fall ausgeschlossen werden.
Lösung hierfür wäre eine Ermittlung des Standortes via Geokoordinaten (GPS), was im Moment noch nicht umgesetzt wurde.
Die beschriebene Funktionalität hab ich in eine DLL gepackt, das alles beschreiben zu wollen würde hier aber zu weit führen.
Die Punkte 1. und 2. werden komplett durch eine List(of Structure) abgebildet, die alle Länder dieser Welt, inkl. den unter 2. beschriebenen Fällen, enthält.
Public Structure myTimeZone
Public Country As String
Public Region As String
Public TimeZoneInfo As TimeZoneInfo
Public Sub New(ByVal c As String, ByVal r As String, ByVal tzi As TimeZoneInfo)
Country = c
Region = r
TimeZoneInfo = tzi
End Sub
End Structure
Private mytimezones As New List(Of myTimeZone)
Die Klasse „TimeZoneInfo“ ist schon Bestandteil des Frameworks und bildet die auf dem jeweiligen System installierten Zeitzonen ab.
Die durch das SubGurim.Net UserControl bereitgestellten Informationen (Klasse Location) dienen somit als Filter für die Suche innerhalb der Liste. Die dadurch ermittelten Daten können nun den RSS-Feed füllen.
Erstellen eines RSS-Feeds:
Wie schon erwähnt ist ein RSS-Feed nichts anderes als eine XML-Datei welche durch eine Webseite zurückgegeben wird.
Dies kann auf vielfältige Art und Weiße geschehen.
Anfangs erstellte ich meinen Feed innerhalb einer WebForm (*.aspx). Später jedoch bin ich auf eine Methode gestoßen, die mir eleganter erschien, nämlich das Erstellen eines RSS-Feeds mittels eines „Generic Handlers“ (*.ashx)
Im Prinzip wird nichts anderes gemacht, als den kompletten Feed mittels LINQ zusammenzubauen und am Schluss als Response zurückzugeben.
Dim doc As New XDocument()
Dim rss As New XElement("rss")
rss.Add(New XAttribute("version", "2.0"))
Dim channel As New XElement("channel")
rss.Add(channel)
channel.Add(New XElement("title", "The TimeZoneNotifier RSS-Feed"))
channel.Add(New XElement("link", "http://TimeZoneNotifier.free-file-download.de"))
channel.Add(New XElement("description", "This site detects the timezone you're currently staying in !"))
channel.Add(New XElement("ttl", "60"))
Dim item As New XElement("item")
Channel.Add(item)
item.Add(New XElement("userIP", userIP))
item.Add(New XElement("userBrowser", userBrowser))
item.Add(New XElement("userLanguage", userLanguage))
item.Add(New XElement("userCity", userCity))
item.Add(New XElement("userRegion", userRegion))
item.Add(New XElement("userLongitude", userLongitude))
item.Add(New XElement("userLatitude", userLatitude))
item.Add(New XElement("userTimeOffsetHours", userTimeOffsetHours))
item.Add(New XElement("userTimeOffsetMinutes", userTimeOffsetMinutes))
item.Add(New XElement("CurrentUTCTime", CurrentUTCTime.ToString))
item.Add(New XElement("userTimeZone", userTimeZone))
doc.Add(rss)
(Den RSS-Feed wie er dann ausgegeben wird, sehen Sie am Ende dieses Artikels)
Sind wir erst einmal hier angekommen, wurde die meiste Arbeit schon erledigt. Der Rest besteht nur noch im Anzeigen der ermittelten Daten.
Anzeigen der Daten mittels einer WebForm:
Hier zum Verständnis, noch der Code für die Anzeige der Daten.
Da wir den Feed mittels einer Webanwendung abfragen, sind manche Informationen für den RSS-Feed nicht sichtbar. Bei diesen Daten verwerfen wir die Informationen die der RSS-Feed enthält einfach und füllen die Ausgabe mit den Werten der WebForm.
Protected Sub Page_Load(ByVal sender As Object, _
ByVal e As System.EventArgs) Handles Me.Load
if Postback Then
'RSS-Feed holen
Dim retRss As New Xml.XmlDocument
retRss.Load("http://timezonenotifier.free-file-download.de/rss.ashx?ip=" &amp; _
Request.UserHostAddress)
'IP-Adresse das Feeds stimmt
Me.LabelIP.Text = retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userIP").InnerText
'Wurde eine nicht gültige IP-Adresse erkannt -> Anzeigen der Daten abbrechen
If Me.LabelIP.Text = "No valid IP-Adress !!" Then
Exit Sub
End If
'Kein Browser im RSS-Feed vorhanden, da vom Server aus angefragt wird
Me.LabelBrowser.Text = Request.Browser.Browser
'Keine Sprache im RSS-Feed vorhanden, da vom Server aus angefragt wird
Try
Dim ci As New CultureInfo(Request.UserLanguages(0))
Me.LabelLanguage.Text = ci.DisplayName
Catch ex As Exception
Me.LabelLanguage.Text = "Unknown"
End Try
'erkannte Stadt
Me.LabelCity.Text =
retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userCity").InnerText
'erkannte Region
Me.LabelRegion.Text =
retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userRegion").InnerText
'erkannte Geogr. Länge
Me.LabelLong.Text =
retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userLongitude").InnerText
'erkannte Geogr. Breite
Me.LabelLat.Text =
retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userLatitude").InnerText
'erkannte Zeitverschiebung
Dim _offsethours As Integer =
CInt(retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userTimeOffsetHours").InnerText)
Dim _offsetminutes As Integer =
CInt(retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userTimeOffsetMinutes").InnerText)
'aktuelle Zeit am Standort berechnen
Dim tempRSS As String =
retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/CurrentUTCTime").InnerText
Me.LabelCurrentTime.Text =
CDate(tempRSS).AddHours(_offsethours).AddMinutes(_offsetminutes).ToLongDateString &amp; " - " &amp; CDate(tempRSS).AddHours(_offsethours).AddMinutes(_offsetminutes).ToLongTimeString
Me.LabelCurrentTimeDiff.Text = _offsethours.ToString &amp; _
" h " &amp; _offsetminutes.ToString &amp; " min"
'erkannte Zeitzone
Me.LabelCurrentTimezone.Text =
retRss.SelectSingleNode("/rss/channel/item/userTimeZone").InnerText
Else
'kein Postback
End If
End Sub
Die Ergebnisse meiner Arbeit:
Das oben beschriebene hab ich unter http://timezonenotifier.free-file-download.de als ASP.NET Webseite veröffentlicht.
Den RSS-Feed gibt es unter http://timezonenotifier.free-file-download.de/rss.ashx
RSS-Feed (mein Standort)
<pre>
<rss version="2.0">
<channel>
<title>The TimeZoneNotifier RSS-Feed</title>
<link>http://TimeZoneNotifier.free-file-download.de</link>
<description>
This site detects the timezone you're currently staying in !
</description>
<ttl>60</ttl>
<item>
<userIP>79.249.177.227</userIP>
<userBrowser>Chrome</userBrowser>
<userLanguage>Deutsch (Deutschland)</userLanguage>
<userCity>Mering / Germany</userCity>
<userRegion>Bayern</userRegion>
<userLongitude>10,9833</userLongitude>
<userLatitude>48,2667</userLatitude>
<userTimeOffsetHours>2</userTimeOffsetHours>
<userTimeOffsetMinutes>0</userTimeOffsetMinutes>
<CurrentUTCTime>07.06.2011 09:40:14</CurrentUTCTime>
<userTimeZone>
(UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, Stockholm, Wien
</userTimeZone>
</item>
</channel>
</rss>
Quellen:
http://www.maxmind.com/app/geolitecity
http://de.googlemaps.subgurim.net/
http://lukencode.com/2010/05/19/ip-to-geo-location-in-asp-net-mvc/
http://www.aspcode.net/Creating-an-RSS-feed-for-your-ASPNET-site.aspx
Copyright:
Die Rechte der verwendeten Datenbanken und des UserControls liegt bei den Autoren.
Der angebotene RSS-Feed darf frei verwendet werden – eine Nennung der Quelle des Feeds bzw. der Adresse dieses Artikels wird vorausgesetzt.
Ein Dank geht an Sebastian Gross der mir einige Anregungen gegeben hat.
Dieser Service bleibt kostenlos, die Bedingungen zur Nutzung des RSS-Feed können sich jedoch jederzeit ändern.
Über den Autor

Michael Bernhard
Hobby-Programmierer von VB.NET, C# und ASP.NET Anwendungen. Hauptberuflich als Inbetriebnehmer bei der Böwe Systec GmbH beschäftigt. Vorzeigbare Projekte – TimeZone Notifier und TSV Neusäß Junioren.
Benutzerregistrierung mit ASP.NET MVC und jQuery Teil 2
Im ersten Teil haben wir die Ajax-Funktionalität mit Hilfe von jQuery “zu Fuß” implementiert und haben nur die einfachsten Mittel verwendet. In diesem zweiten Teil wollen wir das nun mit Hilfe des ASP.NET MVC3 Frameworks implementieren, welches uns einiges an Arbeit abnimmt.
Das schöne an der dritten Version des MVC Frameworks ist, dass Microsoft hier schon einige helfende Elemente zum Validieren von Clientangaben eingebaut hat, die wir oft mit nur einer kleinen Zeile Code oder einem Attribut aktivieren können.
Fangen wir also mit unserem Model an und erweitern es um die neuen Attribute die uns das Framework zur Verfügung stellt:
public class RegisterModel2 {
[Required(AllowEmptyStrings = false,
ErrorMessage = "Bitte geben Sie einen Benutzernamen an!")]
[DisplayName("Benutzername")]
[Remote("ValidateUsername", "Validation")]
public String UserName { get; set; }
[Required(AllowEmptyStrings = false,
ErrorMessage = "Bitte geben Sie eine Emailadresse an!")]
[DisplayName("E-Mail Adresse")]
[Remote("ValidateEmail", "Validation")]
public String UserMail { get; set; }
[Required(AllowEmptyStrings = false,
ErrorMessage = "Bitte geben Sie ein Passwort an!")]
[DisplayName("Passwort")]
[DataType(DataType.EmailAddress)]
[Remote("ValidatePassword", "Validation")]
public String UserPass { get; set; }
[Required(AllowEmptyStrings = false,
ErrorMessage = "Bitte wiederholen Sie ihr Passwort!")]
[Compare("UserPass", ErrorMessage="Die Passwörter stimmen nicht überein!")]
[DisplayName("Passwort wiederholen")]
public String UserPass2 { get; set; }
}
Wie man sieht sind nun einige Attribute dazugekommen, die Eigenschaften der Klasse an sich haben sich aber nicht verändert! Aber mal langsam, was bedeuten diese Attribute eigentlich?
- Required
- Markiert die Eigenschaft als Pflichtfeld. Durch setzen dieses Attributs wird beim Absenden des Formulars automatisch geprüft ob diesem Feld ein Wert zugewiesen wurde, falls nicht wird eine Fehlermeldung generiert.
- Durch die Option AllowEmptyStrings = false sorgen wir dafür, dass auch Werte die nur als Leerzeichen bestehen ebenfalls Fehler auslösen.
- Mit dem Setzen der ErrorMessage Eigenschaft können wir eine Eigene Fehlermeldung definieren, die statt der Standardmeldung angezeigt wird. Lässt man diese Eigenschaft weg wird eine Meldung generiert die ca. so ausschaut: “Das Feld "FELDNAME" ist erforderlich.”
- DisplayName
- Dieses Attribut haben wir auch schon in dem Letzten Teil benutzt. Dieses sorgt dafür dass wir den Namen für das Eingabefeld, dass der Benutzer später im Browser zu sehen bekommt bereits im Model definieren können.
- Remote
- Durch dieses Attribut definieren wir welche Methode und welcher Controller für das Validieren der Eigenschaft verantwortlich ist. Erst wird die Action und als zweiter Parameter der Controller angegeben. Wenn der Benutzer später Eingaben in das Textfeld tätigt, wird diese Action aufgerufen und der eingegebene Wert als Parameter übergeben, sehr ähnlich wie wir es in Teil 1 gemacht haben, aber später mehr dazu.
- DataType
- Damit kann man den Inhalt bestimmen was einem beim Validieren helfen kann.
- Compare
- Mit diesem Attribut können wir angeben, dass diese Eigenschaft den gleich Wert haben muss wie eine andere. Dies wird dann automatisch von jQuery überprüft, somit müssen wir nicht mehr machen als dieses Attribut zu setzen.
- Als Parameter übergeben wir den Namen der Eigenschaft mit der der Wert verglichen werden soll und, als zweiten setzen wir eine eigene Fehlermeldung damit eine vernünftige Fehlermeldung angezeigt wird.
Damit haben wir unser Model fertiggestellt, nun schauen wir uns an was wir an unserer View verändern müssen.
Die gute Nachricht ist, dass wir den kompletten JavaScript/jQuery Teil streichen können, da das für uns alles automatisch geregelt wird, so sieht nun unsere View aus:
@using (Html.BeginForm("Submit", "Validation")) {
<table border="1">
<tr><td>@Html.LabelFor(model => model.UserName):</td>
<td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserName)</td>
<td>@Html.ValidationMessageFor(model => model.UserName)</td>
</tr>
<tr><td>@Html.LabelFor(model => model.UserMail):</td>
<td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserMail)</td>
<td>@Html.ValidationMessageFor(model => model.UserMail)</td>
</tr>
<tr><td>@Html.LabelFor(model => model.UserPass):</td>
<td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserPass)</td>
<td>@Html.ValidationMessageFor(model => model.UserPass)</td>
</tr>
<tr><td>@Html.LabelFor(model => model.UserPass2):</td>
<td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserPass2)</td>
<td>@Html.ValidationMessageFor(model => model.UserPass2)</td>
</tr>
<tr><td> </td>
<td><input id="submit_form_button" type="submit"
value="Registrierung abschicken" /></td>
<td> </td>
</tr>
</table>
}
Wenn ihr euch den Code anschaut, werdet ihr feststellen, dass sich eigentlich nicht getan hat. Das Einzige was sich verändert hat ist dass nun das Span in dem wir im letzten Teil die Fehler ausgegeben haben verschwunden ist und stattdessen
@Html.ValidationMessageFor(model => model.xxxxx)
aufgetaucht. Wie man sich auch schon von dem Namen ableiten kann wird hier eine Validierungsnachricht angezeigt, also mit anderen Worten die Fehlermeldung die bei der Validierung dieses Feldes entsteht. Diese Fehlermeldungen haben wir zum Teil schon über die Attribute im Model definiert.
Das wars auch schon mit Änderungen.
super oder? Wir haben nun einen Haufen Code rausgeworfen, ein paar Attribute eingefügt und nicht eine Zeile JavaScript geschrieben - perfekt ![]()
Aber noch sind wir nicht ganz fertig, denn wir haben nun gar nicht die Regeln für die Validierung des Benutzernamen, der Emailadresse und des Passworts implementiert.
Wenn ihr aufgepasst habt werdet ihr euch daran erinnern, dass wir das Attribut [Remote] verwendet haben und dort als Parameter den Namen einer Action angaben, an die die Informationen zur Validierung gesendet werden sollten.
Diese Actions müssen wir nun natürlich in unserem Validation Controller implementieren, zu unserem Glück unterscheiden sich diese Methoden nur minimal von denen die wir bereits im letzten Teil erstellt haben:
public ActionResult ValidateUsername(string UserName) {
//Wenn in unserer "Datenbank" der Name bei einem anderen Benutzer Auftaucht
if (new UserDatabase().Users.Where(u => u.Username.Equals(UserName)).ToList().Count > 0) {
//Eine Fehlermeldung zurückgeben
return Json("Dieser Benutzername ist schon vergeben", JsonRequestBehavior.AllowGet);
}
//Wenn der Benutzername kürzer als 5 Zeichen ist ebenfalls Fehler ausgeben
if (UserName == null || UserName.Length < 5) {
//return "Der Benutzername ist zu Kurz!";
return Json("Der Benutzername ist zu kurz!", JsonRequestBehavior.AllowGet);
}
//Falls es nichts zu meckern gibt geben wir true zurück
return Json(true, JsonRequestBehavior.AllowGet);
}
Was ist passiert? Die Logik der Funktion ist gleich geblieben, lediglich der Rückgabetüp und die Rückgabemethode hat sich geändert. Wir geben nun ein ActionResult statt eines einfachen Strings zurück. Dazu rufen wir die Methode Json auf der wir als Parameter die Daten übergeben die übertragen werden sollen und als zweites erlauben wir GET Aufrufe.
Die Antwort die dadurch erzeugt wird wird automatisch auch in ein Format umgewandelt die jQuery versteht. da wir in diesem Fall aber nur ein Boolean oder einen String übergeben ist dies nicht nötig.
Wenn wir einen String ausgeben wird das als Ausgabe für die Fehlermeldung genutzt. Alternativ können wir auch ein false ausgeben, dann wird die Standardfehlermeldung angezeigt, die nicht allzu schön ist. Durch die Angabe von true sagen teilen wir jQuery auf der Clientseite mit, dass kein Fehler aufgetreten ist und dass es die eventuell angezeigte Fehler ausblenden soll.
Die anderen zwei Validierungsmethoden müssen genauso geändert werden um problemlos mit dem [Remote] Attribut genutzt zu werden wodurch wir den Vorteil erhalten, dass wir kein JavaScript Code schreiben müssen, alles wird von den Frameworks automatisch geregelt.
An dieser Stelle lohnt es sich mal anzuschauen was da eigentlich generiert wird für uns. Starten wir also unsere MVC Applikation und gucken mal in den Quelltext:
<td><label for="UserName">Benutzername</label>:</td> <td><input data-val="true" data-val-remote="&amp;amp;#39;Benutzername&amp;amp;#39; is invalid." data-val-remote-additionalfields="*.UserName" data-val-remote-url="/Validation/ValidateUsername" data-val-required="Das Feld &amp;amp;quot;Benutzername&amp;amp;quot; ist erforderlich." id="UserName" name="UserName" type="text" value="" /> </td> <td><span class="field-validation-valid" data-valmsg-for="UserName" data-valmsg-replace="true"></span> </td>
Oben ist der Ausschnitt zu sehen, der für das Benutzername-Eingabefeld verantwortlich ist inklusive dem dazugehörigen Label und dem Validierungstext.
Auffällig ist, dass kein JavaScript generiert wurde, sondern das Input-Element mit zusätzlichen Tags versehen wurde, die aber nur für jQuery von Bedeutung sind. Andere Applikationen oder Frameworks werden dadurch also nicht beeinflusst, diese ignorieren einfach diese für sie unbekannte Attribute.
Wenn man die Attribute etwas genauer betrachtet wird man einiges aus unserem Model wiederfinden, wie zum Beispiel unsere dort definierte Fehlermeldung.
Nun bleibt nur noch eine Kleinigkeit zu tun, nämlich das nötige CSS zu schreiben dass mit der jQuery Validierung zusammenspielt und die nötigen JavaScript Dateien zu importieren.
Fangen wir mit dem Importieren der JavaScript Bibliotheken an. Wenn ihr ein neues MVC3 Projekt anlegt habt ihr schon alle Dateien die nötig sind bereits in eurem Scriptordner. Öffnet die “_Layout.cshtml” und fügt (falls noch nicht vorhanden) folgende Imports hinzu:
<script src="@Url.Content("~/Scripts/jquery-1.4.1.js")" type="text/javascript"></script>
<script src="@Url.Content("~/Scripts/jquery.unobtrusive-ajax.min.js")" type="text/javascript"></script>
<script src="@Url.Content("~/Scripts/jquery.validate.min.js")" type="text/javascript"></script>
<script src="@Url.Content("~/Scripts/jquery.validate.unobtrusive.min.js")" type="text/javascript"></script>
Diese Imports werden nun durch diese Mastervorlage in jede View eingebunden. Natürlich könnt ihr diese Imports auch explizit nur in die View schreiben in der diese auch benötigt werden, das wäre sogar vorteilhafter denke ich.
Zu guter Letzt kümmern wir uns um das CSS. Auch hier generiert euch Visual Studio das nötige CSS wenn ihr ein neues MVC Projekt anlegt, auch wenn ihr als Vorlage ein leeres MVC Projekt wählt. In dem Ordner Content werdet ihr eine Datei namens Site.css finden in der die CSS Klassen für die Validierung stehen:
/* Styles for validation helpers
-----------------------------------------------------------*/
.field-validation-error
{
color: #ff0000;
}
.field-validation-valid
{
display: none;
}
.input-validation-error
{
border: 1px solid #ff0000;
background-color: #ffeeee;
}
.validation-summary-errors
{
font-weight: bold;
color: #ff0000;
}
.validation-summary-valid
{
display: none;
}
jQuery greift auf diese Klassen zurück um das Aussehen der Eingabefelder entsprechend dem Validierungsergebnis anzupassen. Hier könnt ihr nun eure Eigenen Änderungen vornehmen und die Visualisierung euren Wünschen anpassen.
Ich habe hier noch, um das Beispiel aus Teil 1 nicht aus den Augen zu verlieren die CSS Klasse etwas erweitert um das Aussehen anzugleichen:
.input-validation-error
{
border: 1px solid #ff0000;
background-color: #ffeeee;
background-image: url("../Grafik/cancel.png");
background-position: right;
background-repeat: no-repeat;
}
Wenn man die Applikation nun startet funktioniert das Beispiel dem aus Teil 1 sehr ähnlich:
Damit haben wir es eigentlich schon geschafft. Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis. Natürlich ist dieser Weg um einiges einfacher, aber es gibt auch einen kleinen Haken, nämlich dass das Framework begrenzt ist. Das bedeutet, dass man nicht alles darüber schnell und ohne selber Code zu schreiben lösen kann, viele Anforderungen müssen immer noch von Hand oder mit Hilfe von anderen Frameworks implementiert werden.
Das erweiterte Demoprojekt aus Teil 1 gibts hier: Download [VS2010 c#]
DotNet Cologne 2011
Am vergangenen Freitag fand zum dritten Mal die DotNet Cologne statt. Dieses Mal habe ich mich auch dazu entschlossen dabei zu sein und hatte noch das Glück in der letzten Woche noch ein Ticket zu ergattern.
Für mich persönlich war es das erste große Event dieser Art, so stieg ich mit gemischten Gefühlen am Freitag-morgen in den Zug. In Köln angekommen habe ich mich mit Mathias Raacke von Neovelop zusammengetan und auf den Weg zum Media Park gemacht.
Bei der Anmeldung gab es ein Namensschildchen und eine Welcome-Tüte mit der Agenda, dem WLAN-Schlüssel und lauter Sponsoren-items für jeden Teilnehmer, dann hieß es auch schon auf ins Getümmel.
Obwohl wir recht früh da waren war der Aufenthaltsraum (wo es auch leckere belegte Brötchen und reichlich Kaffee gab) schon gut gefüllt und alle Sponsoren hatten schon ihre Plätze bezogen.
Nach ein paar kleinen Unterhaltungen mit ein paar Sponsoren ging es auch schon in die erste Vorlesung, ich habe mich hier für den Windows Phone 7: Silverlight != Silverlight Vortrag von Peter Nowak entschieden, doch wie auch bei den restlichen Beiträgen an diesem Tag verging die Zeit ziemlich schnell.
Die Pausen zwischen den Vorträgen wurden genutzt um den Informationoverload aus so manchen Vorträgen zu verarbeiten und für interessante Gespräche mit den anderen Teilnehmern zu führen.
Ein weiterer Vorteil von solchen Veranstaltungen ist, dass man auch mal die Menschen zu den Twitteraccounts trifft, mit denen man sich öfters unterhält. So habe ich zwischendurch einen gehetzten Albert Weinert, Kay Giza , Philip Proplesch und auch kurz den Ilker Cetinkaya getroffen.
Die ganze Veranstaltung hat mir sehr viel Spaß gemacht und schlauer bin ich auch noch geworden! Deswegen kann ich jetzt schon sagen, dass ich auch bei der nächsten DotNet Cologne dabei sein werde!
Bis dahin werde ich noch am DotNet Open Space Süd in Karlsruhe teilnehmen und auch eventuell an der SeeSharp Party am Bodensee, vielleicht sehen wir uns ja dort
Benutzerregistrierung mit ASP.NET MVC und jQuery Teil 1
Wer heute Webanwendungen erstellt kommt einfach nicht drumherum JavaScript zu verwenden um dem Benutzer zb. die Eingabe von Daten in ein Formular zu erleichtern und zB. Hinweise während der Eingabe anzuzeigen.
Leider ist JavaScript bei vielen nicht wirklich beliebt und die meisten versuchen wann immer es geht darauf zu verzichten, und das auch aus guten Gründen, denn ähnlich wie mit dem HTML Standard arbeiten die verschiedenen Browser in einigen Bereichen etwas eigenwillig, das kann einen schon mal zur Verzweifelung treiben.
Das haben sich auch viele andere gedacht und so gibt es inzwischen viele Frameworks die dem Entwickler viel Arbeit abnehmen und sich um diese fiesen Sachen wie die Kompabilität zu Browsern kümmern. In meinem Beispiel hier möchte ich euch das JavaScript Framework jQuery vorstellen.
Warum jQuery?
jQuery ist inzwischen in der Version 1.5.1 verfügbar und ist kompatibel zu allen Browsern, desweiteren ist die Community sehr groß und es existieren hunderte von Plugins die ich nutzen könnt. Aber die wirklich guten Gründe sind, dass es über eine sehr sehr gute Dokumentation verfügt, alle Browser inklusive des IE9 unterstützt und offiziell von Microsoft supportet wird. Wenn ihr also beispielsweise ein neues ASP.NET (MVC) Projekt erstellt werdet ihr feststellen, dass ihr im Scripts-Ordner bereits die jQuery Scripte hinterlegt habt.
Was macht dieses Framework eigentlich?
jQuery wie der Name es schon sagt zeigt seine ganze Stärke in der Auswahl bzw. der Selektion von Webseitenelementen im DOM, so kann man mit einfachen Einzeilern ganze Webseiten-Bereiche modifizieren. Außerdem bietet jQuery Funktionen die man häufig nutzt wie zB. Asynchrone Ajax aufrufe oder Animationen von Feldern. Aber gut kommen wir zu unserem Beispiel.
Unser Beispiel
Als Beispiel möchte ich hier ein einfaches Registrierungsformular erstellen, dass wir dann mit jQuery aufwerten wollen. Dabei möchte ich hier den manuellen Weg gehen und nicht die in ASP.NET MVC3 integrierten Methoden nutzen, eventuell können wir ja ein einem zweiten Teil dann den anderen Weg darstellen.
Beginnen wir erstmal mit dem Model. Da wir unsere Registrierung simpel halten wollen muss der Benutzer nur drei Angaben machen, nämlich seinen Namen, Email Adresse und ein Passwort. Normalerweise würden wir unser model hier ca so gestalten:
public class RegisterModel {
[Required]
[DisplayName("Benutzername")]
[Remote("CheckUserName", "Validation")]
public String UserName { get; set; }
[Required]
[DisplayName("E-Mail Adresse")]
[DataType(DataType.EmailAddress)]
[Remote("CheckUserEmail", "Validation")]
public String UserMail { get; set; }
[Required]
[DisplayName("Passwort")]
[Remote("CheckUserNPassword", "Validation")]
public String UserPass { get; set; }
[Required, Compare("UserPass")]
[DisplayName("Passwort wiederholen")]
public String UserPass2 { get; set; }
}
Da wir das aber selber machen wollen und teils clientseitig validieren wollen schwächen wir das mal etwas ab und nehmen alles raus bis auf das DisplayName Attribut:
public class RegisterModel {
[DisplayName("Benutzername")]
public String UserName { get; set; }
[DisplayName("E-Mail Adresse")]
public String UserMail { get; set; }
[DisplayName("Passwort")]
public String UserPass { get; set; }
[DisplayName("Passwort wiederholen")]
public String UserPass2 { get; set; }
}
So, nachdem wir das Model nun fertig haben, bauen wir das Projekt ein Mal und erstellen unsere View. Hier habe ich eine simple Tabelle angefertigt, die die nötigen Form-Elemente beinhaltet, die der Benutzer ausfüllen soll:
<div id="register_form"> <div id="headline">Registrierung</div> � <form id="registration_form" action="/Register" method="post"> <table border="1"> <tbody> <tr> <td>@Html.LabelFor(model => model.UserName):</td> <td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserName)</td> <td><span id="UserName_error"> </span></td> </tr> <tr> <td>@Html.LabelFor(model => model.UserMail):</td> <td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserMail)</td> <td><span id="UserMail_error"> </span></td> </tr> <tr> <td>@Html.LabelFor(model => model.UserPass):</td> <td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserPass)</td> <td><span id="UserPass_error"> </span></td> </tr> <tr> <td>@Html.LabelFor(model => model.UserPass2):</td> <td>@Html.TextBoxFor(model => model.UserPass2)</td> <td><span id="UserPass2_error"> </span></td> </tr> <tr> <td></td> <td><input id="submit_form_button" type="submit" value="Registrierung abschicken" /></td> <td></td> </tr> </tbody> </table> � </form> � </div>
Hier benutze ich die neue Razor Syntax von ASP.NET MVC3 falls ihr damit noch nicht vertraut seid könnt ihrhier mal gucken.

- So sieht das Beispielformular aus
Die erste Spalte enthält hier jeweils die Beschreibung des Feldes, die zweite das Input-Element und die Dritte ist für die Anzeige von Fehlern zuständig, zu Beginn aber leer!
Der jQuery Part
So weit so gut, nun haben wir eigentlich schon alles was wir benötigen, und wenn wir nun nicht die Absicht hätten JavaScript zu benutzen wären wir an dieser Stelle schon fertig, müssten nur noch den Controller Part implementieren und könnten alles zu den Akten legen. Aber wir wollen dem Benutzer hier eine möglichsts angenehme Erfahrung bieten, denn vielleicht habt ihr es schon selbst erlebt und musstet euch auf einer Seite anmelden wo die Anmeldung ein Krampf war, das kann einem schon mal den einen oder anderen User kosten!
Was wollen wir hier nun also verbessern?
- Wenn der Benutzer einen Benutzernamen eingibt prüft das System im Hintergrund automatisch ob dieser Name schon vergeben ist und markiert das Eingabe Feld entsprechend.
- Nach der Eingabe der Email-Adresse wird diese automatisch geprüft nach Format und Verfügbarkeit und der Benutzer bekommt signalisiert ob damit alles in Ordnung ist, natürlich alles im Hintergrund
- Wenn der Benutzer sein Passwort wählt prüften wir ob dessen Stärke für uns ausreicht und ob beide Passwortfelder auch das gleiche Passwort beinhalten
- Der Absenden-Button wird erst anklickbar, nachdem alle Felder so ausgefüllt sind wie wir es uns vorstellen
Alles das können wir dank jQuery sehr einfach erreichen. Fangen wir mal vorne mit Punkt 1 an.
Erst ein mal zu dem allgemeinen Ablauf, wie soll das Ganze funktionieren?
- Also der Benutzer tippt seinen Wunschnamen ein,
- und wechselt aus dem Benutzername-Eingabefeld.
- Nun soll unsere Webseite den eingegebenen Wert nehmen, und diesen an den Server senden
- Der Server prüft den Namen auf Verfügbarkeit oder Form und Verbotene Zeichen etc
- Und sendet eine Information zurück. Diese Information ist entweder ein Fehler oder eine Erfolgsmeldung
- Je nachdem ob ein Erfolg oder ein Fehler vermeldet wird wird eine Fehlermeldung angezeigt und das Eingabefeld markiert
Klingt doch eigentlich ganz logisch! Fangen wir an. Erst einmal benötigen wir die jQuery Scriptdatei, diese bekommen wir direkt auf der Startseite von www.jquery.com Rechts oben auf der Startseite könnt ihr zwischen der Production und der Development Version wählen. Der unterschied besteht nur darin, dass die Production Version stark komprimiert ist und somit weniger Traffic verursacht, wenn ihr recht frisch seit was jQuery und javascript angeht solltet ihr euch die Development Version laden, da diese besser zu debuggen ist!
Nachdem ihr das Script geladen habt müssen wir das in unser Projekt einbinden. Zieht die js-Datei einfach aus dem Windows Explorer per Drag & Drop in euer Scripts-Ordner im Projekt Explorer. Nun fügen wir noch die Referenz auf die Datei hinzu, das machen wir am besten in der _Layout Datei die im Shared-Verzeichnis des View Verzeichnisses liegt. Hier ist wahrscheinlich schon ein Verweis auf ein jQuery Script vorhanden, ihr müsst nur noch den Pfad anpassen:
<script src="@Url.Content("~/Scripts/jquery.1.5.1.min.js")" type="text/javascript"></script>
Diese _Layout Datei wird automatisch in alle unsere Views eingebunden (zur Laufzeit), deswegen müssen wir den Verweis nur an dieser Stelle einfügen, praktisch oder?
Nachdem das geschafft ist können wir uns dem eigentlichen Teil widmen. Wechseln wir also wieder zurück zu unserem Login Formular und machen uns an unseren Punkt 1.
Bevor wir starten möchte ich hier nochmal kurz erwähnen, dass das ein Anfänger Tutorial ist und wir die Kommunikation mit dem Server sehr einfach gestalten werden, eventuell werde ich dann noch einen weiteren Teil machen in dem wir die Kommunikation mit JSON realisieren.
Fangen wir an
JQuery ist nichts anderes als Javascript, ihr habt sicherlich auch schon Javascript Dateien erstellt und diese dann in eure Webseiten eingebunden, hier machen wir nichts anderes, ihr könnt ja auch einfach in die jQuery Datei reinschauen, es ist "nur" javascript.
Wenn wir Funktionen von jQuery benutzen wollen können wir das tun in dem wir das Dollarzeichen benutzen "$" oder jQuery ausschreiben, so funktioniert beides:
$.ajax(...);
jQuery.ajax(...);
Ich nutze nur die $-Schreibweise, einfach nur weil es kürzer ist, es ist jedoch euch überlassen was ihr lieber mögt.
Mit jQuery ist sehr einfach Seitenelemente im DOM auszuwählen, so genügt eine einfache Angabe der Klasse, ID oder des Elementen-Typs um diese auszuwählen. Hier ein paar Beispiele:
<script type="text/javascript">
//Wählt das Element mit der ID username aus und setzt die Hintergrundfarbe auf rot
$('#username').css('background-color', 'red');
//Wählt ALLE Elemente mit der Klasse link aus und setzt die Hintergrundfarbe auf rot
$('.link').css('background-color', 'red');
//Wählt ALLE Input-Elemente aus und setzt deren Hintergrundfarbe auf rot
$('input').css('background-color', 'red');
</script>
Das obere Beispiel zeigt wie wir mit mir einer Zeile eine ganze menge Elemente bearbeiten können, die ganze Arbeit erledigt jQuery für uns im Hintergrund. Hier habe ich jQuerys methode "css" benutzt, diese erlaubt es uns eine bestimmte CSS-Eigenschaft eines Elements zu setzten oder zu bearbeiten.
Das ist eigentlich schon das Grundkonzept von jQuery, man wählt sich die Elemente aus mit denen man etwas anstellen will und führt einige Modifikationen an ihnen durch.
Weiterhin bietet uns jQuery auch die Möglichkeit Events anzulegen und zu behandeln, was für uns in Hinsicht auf unsere Aufgaben gleich noch wichtig wird. Aber zunächst ein kleines Beispiel:
$('.my_button').click(function () {
$('.my_button').toggleClass('some_css_class');
});
Dieser Dreizeiler hat es schon ganz schön in sich, denn hier geschieht eine ganze Menge. Als erstes suchen wir uns das Element mit der Klasse my_button und fügen diesem mit der Click-Methode ein Click-Event hinzu. Als Parameter übergeben wir hier auch gleich die Methode, die ausgeführt werden soll, wenn der Benutzer auf dieses Element klickt.
Innerhalb der Methode wählen wir dann dieses Element erneut aus und ändern dessen Klasse mit der toggleClass Methode. Diese Methode hat aber eine Sonderheit, nämlich dass sie sich merkt welche Klasse diesem Element zugewiesen war bevor darauf geklickt wurde, so wird bei einem erneuten Klick die Klasse wieder zurückgetauscht zu der ersten Klasse.
Das ändern der Klassen von Elementen ist sehr wichtig, denn so kann man sehr einfach das Aussehen von diesen ändern. Wenn der Benutzer seinen Namen eingegeben hat soll er Feedback bekommen ob dieser Name ok ist, das soll so realisiert werden:

- Ablauf der Visualisierung
Eingabe -> Überprüfung (Auf dem Server) -> Anzeige des Ergebnisses. Dank der kleinen Icons im Textfeld weiß der Benutzer sofort wie es um seinen Namen steht und er kann auch erkennen, dass die Webseite gerade beschäftigt ist durch den kleinen Kreisel in Schritt 2. Und falls es nicht klappt weiß der Benutzer sofort woran es gelegen hat, da er eine genaue Fehlermeldung bekommt. Und das alles geschieht ohne die Seite neuladen zu müssen nebenbei.
Das Nachladen der benötigten Informationen im Hintergrund nennt man Ajax, dabei ist das keine neue Technologie, sondern einfach nur eine Art einen Request im Hintergrund über JavaScript abzusetzen.
Da wir oben bereits unser Formular angefertigt haben, über das der Benutzer sich registrieren soll können wir uns nun etwas um die Serverseite kümmern und erstellen die nötigen Actions in dem Validation Controller der für die Überprüfung der Vom Benutzer eingegebenen Werte zuständig sein wird:
public class ValidationController : Controller
{
//
// GET: /Validation/CheckUsername/[name]
public String CheckUsername(string username)
{
//Wenn in unserer "Datenbank" der Name bei einem anderen Benutzer Auftaucht
if (new UserDatabase().Users.Where(u => u.Username.Equals(username)).ToList().Count > 0) {
//Eine Fehlermeldung zurückgeben
return "Dieser Benutzername ist schon vergeben";
}
//Wenn der Benutzername kürzer als 5 Zeichen ist ebenfalls Fehler ausgeben
if(username.Length < 5){
return "Der Benutzername ist zu Kurz!";
}
//Falls es nichts zu meckern gibt geben wir "ok" aus
return "ok";
}
}
In diesem Controller habe ich eine Action Methode definiert, die einen string zurück gibt statt einem ActionResult, dadurch wird der Text den wir im Returnstatement abgeben direkt an den Browser weitergereicht ohne Umweg über eine View die wir uns dadurch sparen.
Die Methode selbst macht nichts spannendes, zu erst wird hier die UserDatabase nach Usern durchsucht die den selben Namen haben und bei einem Treffer eine Fehlermeldung ausgegeben und als zweites führe ich eine Prüfung darauf durch ob der Benutzername zu kurz ist. - Falls alle Kriterien passen geben wir ein "ok" zurück.
Die UserDatabase Klasse ist übrigens nur ein Dummy Repository, dass für uns eine Datenbank simuliert:
public class UserDatabase {
public List Users;
public UserDatabase() {
Users = new List(){
new User(){Username = "Bernd", Useremail = "bernd@gmx.de"},
new User(){Username = "Bill", Useremail = "bill@microsoft.de"}
};
}
}
public class User {
public string Username { get; set; }
public string Useremail { get; set; }
}
Nun haben wir eine sehr simple Überprüfung des Benutzernamen eingebaut. Machen wir das gleich noch mal für die Email Adresse und das Passwort:
public string CheckEmail(string email) {
//Wenn in unserer "Datenbank" die Emailadresse bei einem anderen Benutzer Auftaucht
if (new UserDatabase().Users.Where(u => u.Useremail.Equals(email)).ToList().Count > 0) {
//Eine Fehlermeldung zurückgeben
return "Diese Emialadresse ist schon vergeben";
}
return "ok";
}
public string CheckPassword(string password) {
//Unser einziges Kriterium für das Passwort ist dass es mindestens 4 Zeichen lang sein muss
if (password.Length < 4) {
return "Das Passwort ist zu kurz!";
}
return "ok";
}
Absolut nichts kompliziertes wie ihr seht. Natürlich halte ich hier die Methoden und Aktionen sehr simpel um dies verständlicher zu machen, in einem echten Projekt würde man hier natürlich anders vorgehen. Das werden wir dann im zweiten Teil besprechen.
Da unser Backend nun bereit ist müssen wir uns jQuery kümmern und unserem Formular beibringen im Hintergrund mit dem Server zu kommunizieren.
$(document).ready(function () {
$('#UserName').change(function () {
//Diese Aktion wird ausgeführt wenn sich der Test im Username
//Textfeld ändert
//Style klassen entfernen und die validierungsklasse einfügen
$('#UserName').removeClass('validation_ok validation_error');
$('#UserName').addClass('validating');
var username = $('#UserName').val();
$.ajax({ url: '/Validation/CheckUserName/' + username,
success: function (data) {
if (data == "ok") {
//Die Daten wurden vom Controller akzeptiert
$('#UserName').removeClass('validating');
$('#UserName').addClass('validation_ok');
$('#UserName_error').html('');
} else {
//Fehlermeldung vom Server ausgeben
$('#UserName').removeClass('validating');
$('#UserName').addClass('validation_error');
$('#UserName_error').html(data);
}
}
});
});
});
Gehen wir den Code mal gemeinsam durch, wir beginnen mit der jQuery Funktion "ready", diese wird automatisch ausgeführt sobald der Browser die komplette Seite geladen hat. Als Parameter übergeben wir eine anonyme Funktion, die daraufhin direkt ausgeführt wird.
Innerhalb dieser Funktion (Zeile 3) benutzen wir die jQuery Selektoren um die Textbox mit der id "UserName" zu schnappen und hängen dieser ein "change" Event an. Dieses Event wird immer ausgeführt wenn sich der Inhalt der Textbox ändert. An dieser Stelle wollen wir eingreifen und die geänderten Daten zum Server senden, damit er diese prüfen kann.
In Zeile 8 und 9 benutzen wir die "removeClass" und "addClass" Funktionen von jQuery um der "UserName" Textbox CSS Klassen hinzuzufügen oder wegzunehmen. So fügen wir in Zeile 9 die CSS Klasse hinzu, durch die die TextBox das Animations-GIF erhält, das dem Benutzer anzeigt, dass die Eingaben überprüft werden.
Der Spannende Teil beginnt erst in Zeile 11, denn hier lesen wir den Benutzernamen aus der Textbox und senden diesen dann über die "ajax" Methode von jQuery zum Server. Diese Methode von jQuery ist sehr mächtig und man kann hier dementsprechend diverse Parameter definieren, aber wir benutzen hier stattdessen nur die einfachste Variante, und diese benötigt nur die URL an die der Request gesendet werden soll und eine Referenz auf eine Funktion die ausgeführt werden soll wenn alles erfolgreich verlaufen ist.
Die URL selbst haben wir durch die Namen unserer Controller im Backend schon vergeben, denn wir sprechen hier den Validation-Controller an und rufen die CheckUserName-Methode auf, der wir den eingelesenen Namen als Parameter übergeben. Heraus kommt eine URL wie z.B. diese hier: localhost/Validation/CheckUserName/Bill.
Nachdem der Request nun angesendet wurde und erfolgreich eine Antwort empfangen wurde, wird unsere anonyme Funktion ausgeführt, die das vom Server zurückgegebene Ergebnis auswertet. Im Fall dass der Server ein "ok" zurückgibt wird ein grüner Haken im Textfeld angezeigt und ansonsten ein rotes "x" und die Fehlermeldung in nebenstehenden span ausgegeben. (Zeile 23)
Schauen wir uns doch mal an ob alles so funktioniert wie geplant:

- Notiz des Autors: Bei dieser Abbildung wurde kein Wert auf optische Schönheit gelegt
Wie man sieht wurde der Benutzername "Bernd" als fehlerhaft markiert, da dieser bereits in unserer "Datenbank" auftaucht, die Emailadresse hingegen ist ok, da sie noch nicht benutzt wird.
Die jQuery Implementierung für die restlichen Textfelder kann eigentlich 1 zu 1 übernommen werden, es sollten lediglich die Parameter ausgetauscht werden. Die einzige kleine Besonderheit stellt die Prüfung des Passworts dar, ob die beiden Felder gleich sind, das kann man nämlich komplett clientseitig regeln, ohne die Daten zum Server zu senden:
$('#UserPass2').change(function () {
//Diese Aktion wird ausgeführt wenn sich der Text im Passwort
//Textfeld ändert
//Style klassen entfernen
$('#UserPass2').removeClass('validation_ok validation_error');
var pass = $('#UserPass').val();
var pass2 = $('#UserPass2').val();
if (pass == pass2) {
//Die Daten wurden vom Controller akzeptiert
$('#UserPass2').addClass('validation_ok');
$('#UserPass2_error').html('');
} else {
//Fehlermeldung ausgeben
$('#UserPass2').addClass('validation_error');
$('#UserPass2_error').html('Die Passwörter sind nicht gleich');
}
});
Im Grunde sind wir nun fertig und haben auf einfachste Weise unser Registrierungsformular aufgewertet und dem User vielleicht ein paar Nerven gespart.
Ich möchte hier noch mal hinweisen, dass man in einem Realprojekt nicht so handeln würde, da es viel zu umständlich und nicht wirklich gut wartbar ist. Dieser Beitrag soll lediglich die Grundlagen erklären und zeigen wie man so etwas zu Fuß und mit den grundlegendsten Mitteln erstellen kann.
Im nächsten Teil werden wir dann die MVC3 eigenen Features benutzen die uns diese Aufgaben um einiges erleichtern und zu einem Großteil automatisch funktionieren.
Das Demo-Projekt könnt ihr hier laden: Download [VS2010 c#]
Unterlagen zu meinem ‘ASP.NET MVC 3 von 0 an’ Vortrag
Gestern am 04.04.2011 habe ich für die .NET Online Usergroup einen Vortrag für ASP.NET MVC 3 Einsteiger gegeben, vielleicht wart ihr sogar dabei.
Da schnell die Frage nach den Folien und dem Beispielcode der während der Präsentation entstand aufkam, möchte ich diese hiermit nachliefern.
Installation
In meinem Vortrag ging ich nicht darauf ein, wie man ASP.NET MVC installiert, dies will ich hiermit nachliefern. Die Installation erfolgt schnell und einfach über den ASP.NET MVC Installer den ihr auf der ASP.NET MVC Homepage bekommt oder über diesen Direktlink. Die Installation an sich ist nicht weiter erwähnenswert ![]()
Nach der Installation werden ihr die Projektvorlage in Visual Studio vorfinden.
Kostenlos ASP.NET MVC Entwickeln
Falls ihr keine Visual Studio Lizenz besitzt könnt ihr den Visual Web Developer benutzen um MVC zu entwickeln:
http://www.microsoft.com/germany/express/products/web.aspx
Aufzeichnung
ASP.NET MVC von 0 an from .NET Online User Group on Vimeo.
Präsentation
Code (mit Kommentaren)
Feedback & Fragen
Falls du bei dem Vortrag dabei warst und noch Fragen hast oder einen (Verbesserungs)vorschlag oder Feedback hast kannst du das auch gerne als Kommentar posten.
Bis zum nächsten Mal!










