BigBasti's Blog About Me & my Digital Lifestyle

20Jun/113

Get My Keys Back 2 ist nun endlich fertig

Vor ungefähr 1 1/2 Jahren habe ich ein kleines Tool namens Get My Keys Back auf meiner Homepage veröffentlich. Die Aufgabe dieses Tools ist recht simpel, es beschafft die Schlüssel zu den installierten Windows und Office Produkten.

Das Tool war sehr erfolgreich wie ich finde, innerhalb von wenigen Monaten wurde es bereits einige tausend Mal heruntergeladen. Nach etwa 6 Monaten habe ich dann einen Downloadzähler vorgeschaltet und der zeigt nun auch schon 6560 Downloads an, also wurde das Programm in seiner Laufbahn sage ich mal rund 10.000 Mal heruntergeladen - das ist ein toller Wert!

Seit einigen monaten bekomme ich aber auch Mails von Nutzern, die sich beschweren, dass ihre Schlüssel nicht ausgelesen werden. Diese Berichte haben sich langsam gehäuft, sodass ich schon seit einiger Zeit vorhatte ein Update herauszubringen.

Die nötigen Daten für das Update (Erfolgs- und Fehlerberichte von Usern) habe ich in Zusammenarbeit mit dem Forum office-loesung.de erarbeitet. An dieser Stelle ein Danke für euer Feedback!

Die Testphase für die Version 2 von Get My Keys Back läuft nun schon ca 2 Monate und das Feedback war durchweg positiv, sodass ich mir nun sicher genug bin es auf die Öffentlichkeit loszulassen :)

Äußerlich hat sich aber nichts geändert (Dazu fehlte mir dann doch die Zeit, vielleicht kommt das noch mit einem weiteren Update), aber innen hat sich viel getan:

  • Der Erkennungs Algorithmus wurde komplett neugeschrieben
  • Einige Bugs wurden entfernt
  • 64 Bit Systeme werden nun voll unterstützt
  • Keine automatischen Updateprüfungen mehr

Besonders der letzte Punkt war vielen Usern sehr wichtig, und im Nachhinein finde ich es auch etwas blöd von mir es überhaupt so geregelt zu haben, dass ein Tool, welches Schlüssel ausließt eine Internetverbindung aufbaut - ich wäre auch misstrauisch geworden ;) - Aber das ist wie gesagt nun kein Problem mehr.

Ich hoffe GMKB2 wird an den Erfolg von Version 1 anknüpfen und euch eure Schlüssel alle wiederbesorgen :)

Hier gehts zum Download

29Nov/103

Jede Adventswoche ein Microsoft Press E-Book gratis

Wie auch letztes Jahr verschenkt Microsoft Press auch dieses Jahr wieder E-Books. Dabei gibt es jede Adventswoche ein neues E-Book, dass kostenlos heruntergeladen werden kann.

Den Anfang macht heute das Windows 7 Home Premium "Maxibuch", das ca 1000 Seiten umfasst.

Microsoft Windows 7 wird mit "Microsoft Windows 7 Home Premium - Das MAXIBUCH" erst richtig schön. Damit Sie die vielen Möglichkeiten entdecken und verstehen, hat sich das Autorenteam lange mit Windows 7 Home Premium auseinandergesetzt.
Sie erhalten von uns kostenlos eine gelungene und sehr ausführliche Windows 7-Beschreibung!
Wissen aus erster Hand auf über 1.000 Seiten! (PDF, 80.2 MB)
Rechnen Sie unbedingt auch mit Tipps, wie Sie schneller, einfacher und sicherer arbeiten - und Spaß bekommen.

Wer Interesse hat muss lediglich seine E-Mail Adresse auf der Aktionsseite eintragen und bekommt einen Download-link zugeschickt.

Nachtrag:

Anscheinend sind momentan die Server ziemlich ausgelastet:

Entschuldigung.
Unser Downloadserver ist überlastet.
Bitte Versuchen Sie es in wenigen Minuten noch einmal.
Vielen Dank für Ihre Verständnis.

Aber zum Glück hat man die Ganze Woche Zeit um es herunterzuladen. :-)

kick it on dotnet-kicks.de

20Jul/102

Windows Aero Glas in eigenen Projekten Nutzen Teil 5 – Der letzte Versuch

In den letzten Tagen habe ich mal wieder ein wenig mit der Windows API herumgespielt, speziell mit der Aero Glas API (DWMAPI). Ich habe euch ja auch noch versprochen einen Beitrag über Steuerelemente in Verbindung mit Glas nachzuliefern. Nunja hier ist er :)

Bild 1: Probleme mit der Transparenz

In Bild 1 sehen wir das Problem, viele der Windows Forms Steuerelemente nutzen GDI zur Darstellung und haben deswegen keinen Alpha-Kanal, der aber für die Darstellung auf Glas benötigt wird. Deswegen nutzen wir die Schwarze Farbe um unsere Fläche in Glas zu verwandeln, leider denkt der DWM dann, dass auch die Texte auf unseren Steuerelementen zu Glas werden sollen.

Ich habe mich nun ein wenig im Internet umgehört und verschiedene Ansätze gefunden und diverse Hacks mit der Windows32API Ausprobiert, die aber alle leider nicht mehr funktionieren. So will ich euch heute zwei Möglichkeiten vorstellen wie man es doch hinkriegen könnte.

1. Owner Drawing

Da die Steuerelemente mit GDI gerendert werden haben wir ein kleines Problem wie man oben sieht. Also müssen wir die Darstellung der Steuerelemente selbst in die Hand nehmen. Dieser Vorgang nennt sich OwnerDrawing und bedeutet soviel wie "SelberZeichnen". Ich will das Ganze mal anhand einer Textbox demonstrieren.

Und genauso ist auch das Vorgehen. Wir erstellen eine neue Klasse und nennen Sie "AeroTextBox". Diese Klasse erbt nun von der Original TextBox. Nun müssen wir ein paar kleine Änderungen an der Klasse vornehmen in Bezug auf die Darstellung, also des WM_PAINT Ereignisses.

Da wir das Zeichnen des Steuerelements selbst in die Hand nehmen wollen müssen wir die WM_PAINT Message abfangen und auf unsere eigene Methode umleiten:

C#


    protected override void WndProc(ref System.Windows.Forms.Message m)
    {
        base.WndProc( ref m);

        switch (m.Msg)
        {
            case 0xf: //WM_PAINT
                RedrawControlAsBitmap(this.Handle);
                break;
        }
    }

VB.NET


 Protected Overrides Sub WndProc(ByRef m As System.Windows.Forms.Message)
	MyBase.WndProc(m)

	Select Case m.Msg
		Case &Hf 'WM_PAINT
			RedrawControlAsBitmap(Me.Handle)
			Exit Select
	End Select
End Sub

Wie man sieht fangen wir hier die Message ab und rufen unsere eigene Methode auf, die das Zeichnen übernehmen wird:

C#


    public void RedrawControlAsBitmap(IntPtr hwnd)
    {
        Control c = Control.FromHandle(hwnd);
        using (Bitmap bm = new Bitmap(c.Width, c.Height))
        {
            c.DrawToBitmap(bm, c.ClientRectangle);
            using (Graphics g = c.CreateGraphics())
            {
                g.DrawImage(bm, new Point(-1, -1));
            }
        }
        c = null;
    }

VB.NET


Public Sub RedrawControlAsBitmap(hwnd As IntPtr)
	Dim c As Control = Control.FromHandle(hwnd)

	Using bm As New Bitmap(c.Width, c.Height)
		c.DrawToBitmap(bm, c.ClientRectangle)

		Using g As Graphics = c.CreateGraphics()
			g.DrawImage(bm, New Point(-1, -1))
		End Using
	End Using
	c = Nothing
End Sub

Was hier passiert ist eigentlich sehr simpel, wir zeichnen das Control neu und legen das gezeichnete Bild nun über das Control drüber. Nur diesmal machen wir das ganze mit einem Alpha Kanal, sodass der DWM uns die Darstellung nicht versaut!

Nun bleibt noch ein kleines Problem, nämlich dass bei manchen Aktionen des Benutzers wie zB. bei MouseOver oder KeyPress Events das Steuerelement neugezeichnet wird und unsere Funktion da oben nicht greift. Hier müssen wir manuell dafür sorgen, dass Windows erneut die WM_PAINT Message versendet. Das erreichen wir indem wir die einzelnen Events überschreiben und die Invalidate()-Methode aufrufen. Diese Methode erklärt die ganze Oberfläche des Steuerelements für ungültig und bewirkt, dass das Steuerelement neu gezeichnet wird.

C#


    protected override void OnMouseClick(System.Windows.Forms.MouseEventArgs e)
    {
        base.OnMouseClick(e);
        Invalidate();
    }

    protected override void OnMouseMove(System.Windows.Forms.MouseEventArgs e)
    {
        base.OnMouseMove(e);
        Invalidate();
    }

    protected override void OnTextChanged(System.EventArgs e)
    {
        base.OnTextChanged(e);
        Invalidate();
    }

    protected override void OnMouseEnter(System.EventArgs e)
    {
        base.OnMouseEnter(e);
        Invalidate();
    }

VB.NET


Protected Overrides Sub OnMouseClick(e As System.Windows.Forms.MouseEventArgs)
	MyBase.OnMouseClick(e)
	Invalidate()
End Sub

Protected Overrides Sub OnMouseMove(e As System.Windows.Forms.MouseEventArgs)
	MyBase.OnMouseMove(e)
	Invalidate()
End Sub

Protected Overrides Sub OnTextChanged(e As System.EventArgs)
	MyBase.OnTextChanged(e)
	Invalidate()
End Sub

Protected Overrides Sub OnMouseEnter(e As System.EventArgs)
	MyBase.OnMouseEnter(e)
	Invalidate()
End Sub

Nun wird das Control richtig dargestellt. Wie ihr vielleicht auch gesehen habt haben wir in unserer Methode, die für das Neuzeichnen verantwortlich ist nicht TextBox sondern die Superklasse Control benutzt. Das bedeutet für uns, dass wir mit diesem Code jedes Steuerelement ableiten und auf diese Weise neuzeichnen können mit mehr oder weniger viel Erfolg. Ich habe mal ein paar Klassen abgeleitet und für euch auf dem Glass-Form platziert:

Bild 2: Die OwnerDrawn Steuerelemente

Wie man sieht ist das schon eine sehr vielversprechende Verbesserung der Darstellung, wenn auch nicht perfekt. Aber natürlich steht es euch noch frei die Darstellung weiter zu verbessern und auf die einzelnen Steuerelemente anzupassen.

Nachdem ihr die selbst erstellten Klassen die von den einzelnen Steuerelementen erben einmal kompiliert habt, wird Visual Studio dies bemerken und euch diese neuen Steuerelemente zusammen mit den anderen in der Toolbox anbieten. Diese können dann wie gewohnt per Drag & Drop auf das Formular gezogen werden.

Bild 3: Bequemer Gehts nicht

Wie ihr euch vorstellen könnt ist es ein ziemlicher Aufwand jedes Steuerelement noch mal neu anzulegen und dessen komplette Darstellung zu übernehmen. Es ist wirklich sehr frickelig! Deswegen wird dieser Ansatz auch eher selten verwendet! Die Demo dazu könnt ihr euch übrigens am Ende des Artikels herunterladen.

Variante 2. "The Microsoft Way"

Natürlich stolpert man irgendwann bei der Recherche über das Windows API SDK in dem es einige Beispiele dazu gibt wie man die neuen Funktionen in Windows benutzt, darunter natürlich auch Glas.

Der Ansatz den Microsoft da aber nach ihrer eigenen Best Practise verwendet ist aber eher ernüchternd. Hier geht es nach dem Motto, platziert einfach keine Steuerelemente auf dem Glas! - Super nicht?

In dem einzigen Beispiel das Microsoft da aufführt wird eine Form gezeigt, dessen Rahmen in das Formular bis zum darauf liegendem Panel erweitert wurde, nicht wirklich spannend. Aber wenn ich so überlege, fällt mit spontan auch kein Windows Programm auf, bei dem irgendwelche Steuerelemente auf dem Glas liegen - kennt ihr welche? In dem meisten Programmen liegen fast nur Grafiken auf dem Glas oder so ähnliche Controls wie die im Windows Explorer.

Also sage ich es mal Microsofts Worten: lasst die Controls vom Glas weg oder benutzt WPF! ;-)

Hier noch die Demo zu der Variante 1: Download [VS 2008 Projekt]

Zur zweiten Variante habe ich keine Demo gemacht, ihr könnt euch ja das Windows API SDK herunterladen und dort im Aero Ordner nachgucken.

<< Teil 4 des Tutorials

13Jul/101

Windows Aero Glas in eigenen Projekten Nutzen Teil 4 – Formulare ohne Border

Dieses Thema hatten wir hier schon oft, und trotzdem gibt es immer noch was neues zu berichten. Windows Forms Fenster stellen sich ganz schön an wenn es darum geht ihre Steuerelemente und sich selbst richtig darzustellen, zu den Steuerelementen wird bald ein Teil 5 (und hoffentlich der letzte) kommen, hier geht es jetzt erst einmal um das (Boderlose) Formular an sich.

Wenn ihr nämlich mal versucht habt ein Windows Form Formular ohne Border (FormBorderStyle=None) mit der mit Glas-Optik zu nutzen habt ihr wohl innerhalb kürzester Zeit feststellen müssen, dass es nicht geht. Warum ist das so?

Nun, ich denke die meisten von euch benutzen die Win32API Funktion DwmExtendFrameIntoClient um das Fenster in eine Glasscheibe zu verwandeln - was auch vollkommen richtig ist, nur wenn man sich den Namen der Funktion durchließt wird man feststellen, dass deren Aufgabe es ist das Frame (den Rahmen) auf das Formular zu erweitern, was auch super funktioniert, solange man einen Rahmen hat. Stellt man nun aber die Eigenschaft FormBorderStyle auf None, hat die Form keinen Rahmen mehr und dementsprechend kann man diesen auch nicht in die Form erweitern.

Was nun? Es muss doch irgendwie gehen!

Natürlich geht das, dazu müssen wir nur eine andere DWM Funktion aus der Win32API Verwenden, nämlich DwmEnableBlurBehindWindow. Diese Funktion macht genau das selbe, nämlich einen definierten Bereich des Formulars in Glas verwandeln.

Aber diese Funktion bietet noch mehr Spielereien, so kann man auch geometrische Figuren in Glas verwandeln oder nur bestimmte Teile einer Form verglasen. Siehe folgende Bilder:

Bild 1: Ein Paar der Möglichkeiten das Glas zu verteilen. (Natürlich kann man den FormBorderStyle auch auf None stellen, dann würde einfach nur der Rahmen fehlen)

Dazu benötigen wir folgenden Code. 1: Das Befüllen des Fensterinhalts mit Glas:


        //Import der nötigen Funktion aus der DLL
        [System.Runtime.InteropServices.DllImport("dwmapi")]
        private static extern int DwmEnableBlurBehindWindow(
                    System.IntPtr hWnd, ref DWM_BLURBEHIND pBlurBehind);

        //Funktion um ein Rechtek auf dem Formular zu malen
        [System.Runtime.InteropServices.DllImport("gdi32.dll")]
        static extern IntPtr CreateRectRgn(int x1, int y1, int x2, int y2);

Wie ihr sehen könnt, ist der Letzte Parameter vom Typ DWM_BLURBEHIND - dies ist ein Struct, welches wir nun erstmal anlegen müssen. (Auf die zweite Funktion komme ich gleich zu sprechen)


        public struct DWM_BLURBEHIND
        {
            public int dwFlags;
            public bool fEnable;
            public System.IntPtr hRgnBlur;//HRGN
            public bool fTransitionOnMaximized;
        }

Nun müssen wir nur noch das Struct anlegen, mit Parametern füllen und der Funktion übergeben:


        private void Form1_Load(object sender, EventArgs e)
        {
            //Das Rechteck vorbereiten, dieses soll so groß sein
            //wie die Fläche die mit Glas befüllt werde soll
            //in diesem Fall soll es die gesamte Form füllen
            hr = CreateRectRgn(0, 0, this.Width, this.Height); 

            //Anlegen des Scructs
            DWM_BLURBEHIND dbb;
            dbb.fEnable = true;
            dbb.dwFlags = 1 | 2;    //Konstanten mehr in der API
            dbb.hRgnBlur = hr;
            dbb.fTransitionOnMaximized = true;

            //Aufruf der Funktion
            DwmEnableBlurBehindWindow(this.Handle, ref dbb);
        }

Zum Schluss sollte man noch dafür sorgen, dass die Form schwarz bemalt wird, damit wir das Glas überhaupt zu Gesicht bekommen. Hierfür überschreiben wir einfach die OnPaintBackground Methode der Form:


        protected override void OnPaintBackground(System.Windows.Forms.PaintEventArgs e)
        {
            e.Graphics.FillRectangle(
              new System.Drawing.SolidBrush(System.Drawing.Color.Black),
              this.ClientRectangle);
        }

Das war es auch schon, gar nicht mal so komplex finde ich. Wenn ihr das Rechte Bild aus Bild 1 erzeugen wollt geht ihr genauso vor nur benutzt ihr eine andere Funktion im die Fläche für das Glas anzugeben:


        [System.Runtime.InteropServices.DllImport("gdi32")]
        private static extern System.IntPtr CreateEllipticRgn(
          int nLeftRect, int nTopRect, int nRightRect, int nBottomRect);

Mit dieser Funktion lassen sich Elliptische Figuren malen, um diese zu verwenden einfach die Zuweisungs Zeile ersetzen:


            hr = CreateEllipticRgn(30, 30, 170, 170);

Natürlich kann man auch den Border deaktivieren, um einfach nur die reine Clientoberfläche des Formulars zu bekommen:

Bild 2: Sieht nicht allzu spannend aus

Wie man sieht haben wir nun das was wir wollten, nur hebt das Fenster sich kaum vom Hintergrund ab, obwohl es aktiv ist. Leider können wir dem Formular keinen so schönen Schatten geben wie man es von Windows Vista/7 gewohnt ist, da es keinen Rahmen hat. Wenn man das Formular dennoch etwas hervorheben will, kann man das machen in dem man eine Grafik mit einem Transparentem Verlauf auf der Form platziert und somit den Schatten emuliert, oder man benutzt einen kleinen Trick und weist dem Formular den Schatten der Windows Menüs zu:


        private const int CS_DROPSHADOW = 0x00020000;

        protected override CreateParams CreateParams
        {
            get
            {
                CreateParams p = base.CreateParams;
                p.ClassStyle |= CS_DROPSHADOW;
                return p;
            }
        }

Hier überschreiben wir die CreateParams und sagen, dass das Formular einen Schatten werfen soll. Das ganze sieht dann so aus:

Bild 3: Der Schatten hebt das Fenster etwas vom Hintergrund ab

Diesen Schatten sollte man aber mit Vorsicht genießen, denn das ist der Schatten der Windows Menüs. (Der kommt wenn ihr zB. in irgendeinem Programm auf "Datei" klickt, das erscheinende Menü wird diesen Schatten haben.) Diesen kann man in den Einstellungen deaktivieren, also bitte achten dass der folgende Haken gesetzt ist:

Bild 4: Aktivieren der Menüschatten

Soviel dazu, ich hoffe dieser Artikel hat euch gefallen oder konnte euch weiter helfen, wie oben erwähnt werde ich in den nächsten Tagen einen 5en Teil schreiben, in dem es darum geht wie man GDI+ Steuerelemente möglichst gut auf Glas darstellen kann.

Wie gewohnt gibt es hier das Demoprojekt:

Quellen:
Blog von Kenny Kerr
The Code Project

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8Jul/101

Microsoft SQL Server Compact Edition – Eine Einfuehrung

Oft müssen Clientprogramme große Datenmangen speichern, und in den meisten Fällen wird dazu eine Datenbank eingesetzt. Wenn man eine Internetverbindung voraussetzt kann man einen mächtigen Datenbank Server anbinden und die Daten in der Cloud sichern. Doch oft ist eine Offline Lösung viel einfacher und effektiver.

Inzwischen gibt es auch viele verschiedene lokale Datenbanksysteme wie zB. SQLite, DB4O oder auch MS SQL Server Compact Edition. Alle diese Serversysteme haben auch den Vorteil, dass diese auf den mobilen Systemen problemlos eingesetzt werden können, haben aber auch den Nachteil, dass sie meist nicht den Vollen Feature Umfang eines echten SQL Servers bieten können.

Vorbereitung

In diesem Artikel soll es um den SQL Server Compact Edition von Microsoft gehen, diesen wollte ich schon immer mal testen und nun hatte ich mal die Zeit dazu.

Sofern ihr es noch nicht habt könnt ihr den SQL CE Server kostenlos bei Microsoft herunterladen. Nach der Installation arbeiten wir wie gewohnt im Visual Studio.

Implementierung

Die ganze Implementierung der Datenbank, Erzeugung der Tabellen sowie die Anbindung erfolgt aus Visual Studio heraus. Die Funktionen die man dort hat sind aber auch  stark von dem Provider abhängig, so bieten verschiedene Provider mehr oder weniger Funktionalität.

Um eine Datenbank zu einem Projekt hinzuzufügen öffnet einfach den Projektmappen-Explorer (Ansicht->Projektmappen-Explorer) und Klickt mit der rechten Maustaste auf euer Projekt und dann auf "Hinzufügen"->"Komponente..." und wählt eine Lokale Datenbank aus. In dem Datenbank Assistent Fenster klickt nun 2 Mal auf "Zurück" um auf die erste Seite des Assistenten zu gelangen.

Klickt nun auf "Neue Verbindung". In dem folgendem Fenster sollte man darauf achten, dass als Datenquelle "Microsoft SQL Server Compact 3.5" ausgewählt ist.

Bild 1: Datenbank Konfiguration

Klickt nun auf "Erstellen..." nun solltet ihr das Fenster aus Bild 1 sehen. Wählt oben den Speicherort eurer Datenbank und legt wenn nötig ein Passwort fest um die Datenbank zu verschlüsseln. Bestätigt das Ganze noch zwei Mal mit OK. Visual Studio sollte euch dann darauf hinweisen, dass ihr vorhabt eine Lokale Datenbank zu verwenden und schlägt euch vor diese in euer Projekt zu importieren - das nehmen wir gerne an.

Visual Studio fügt die neu erzeugte Datenbank Datei dem Projekt hinzu und setzt auch die nötigen Verweise auf System.Data und auf System.Data.SqlServerCe.

Anlegen der Tabellen

Beim Anlegen der Tabellen in unserer Datenbank ist uns Visual Studio natürlich ebenfalls sehr behilflich. Öffnet einfach den Server-Explorer (Ansicht->Server-Explorer) und erweitert eure frisch angelegte Datenbank. (Eventuell müsst ihr auch ein Passwort angeben wenn ihr die Datenbank verschlüsselt habt)

Klickt nun mit der rechten Maustaste auf Tabellen und wählt "Tabelle erstellen" um den Tabellen Assistenten zu starten.

Bild 2: Tabellen Assistent

Hier könnt ihr eure Tabelle anlegen und konfigurieren. Wenn ihr die nun fertige Tabelle im Server-Explorer rechts anklickt und dann "Tabelleneigenschaften" wählt bekommt ihr noch mehr Konfigurationsmöglichkeiten wie etwa Beziehungen.

Bereits beim Erstellen der Tabellen ist es euch vielleicht schon aufgefallen, dass es nicht so viele Datentypen zur Auswahl gibt wie in einem richtigen SQL Server aber das sind nicht die einzigen Einschränkungen...

Arbeiten mit der Datenbank

Das Arbeiten mit der Datenbank gestaltet sich nicht anders als mit anderen Datenbanken. Die Objekte die man dafür benötigt heißen sogar fast gleich. Alle Klasse die man nutzt haben noch den Zusatz "Ce", also statt "SqlCommand" heißt es nun "SqlCeCommand".

Und auch die Nutzung unterscheidet sich nur geringfügig:

Datenbank Verbindung herstellen:


        private SqlCeConnection con;
        private string dbLocation = Environment.CurrentDirectory + "\\clipboard.sdf";
        private string conString;

        private void connectDB(){
            conString = "Data Source=\"" + dbLocation + "\"; Password=\"bigbasti.com\"; Encrypt=True";
            con = new SqlCeConnection(conString);
            con.Open();
        }

Eine Select Abfrage durchführen:


        ///
        /// Führt einen Select Befehl auf der Datenbank aus und gibt das ergebnis in einer DataTable zurück
        ///
        ///Der auszuführende Befehl
        /// Return: Ein DataTable mit den ausgelesenen Daten
        public DataTable executeSelect(string query) {
            connectDB();
            DataTable dt = new DataTable();
            SqlCeCommand com = new SqlCeCommand(query, con);
            SqlCeDataAdapter sad = new SqlCeDataAdapter(com);

            sad.Fill(dt);
            con.Close();
            return dt;
        }

        public int checkDouble(string link, string date) {
            int retVal;
            using (SqlCeConnection con = new SqlCeConnection(conString)) {
                con.Open();

                //Doppelte Einträge verhindern
                DataTable dt = executeSelect("SELECT * FROM cp_link WHERE link LIKE '" + link + "'");
                if (dt.Rows.Count > 0) {
                    executeNonQuery("DELETE FROM cp_link WHERE link LIKE '" + link + "'");
                }
            }
            return retVal;
        }

UPDATE, DELETE und INSERT:


        ///
        /// Executes an SQL statement against the SqlCeConnection and returns
        /// the number of rows affected.You also can use ExecuteNonQuery to
        /// change the data in a database without using a DataSet by executing
        /// UPDATE, INSERT, or DELETE statements.
        ///
        ///Der Befehl der ausgeführt werden soll
        /// The number of rows affected.
        public int executeNonQuery(string q) {
            int retVal;
            using (SqlCeConnection con = new SqlCeConnection(conString)) {
                con.Open();
                using (SqlCeCommand com = new SqlCeCommand(q, con)) {
                    retVal = com.ExecuteNonQuery();
                }
            }
            return retVal;
        }
        public int doSomeInsert(string link, string date) {
            int retVal;
            using (SqlCeConnection con = new SqlCeConnection(conString)) {
                con.Open();
                using (SqlCeCommand com = new SqlCeCommand("INSERT INTO cp_link  (link, date) VALUES (@link, @date )", con)) {
                    com.Parameters.AddWithValue("@link", link);
                    com.Parameters.AddWithValue("@date", date);
                    retVal = com.ExecuteNonQuery();
                }
            }
            return retVal;
        }

Hier gibts eigentlich nichts besonderes. Leider hat man hier, da es eine Compact Edition ist nicht so viele Befehle zur Verfügung wie im Original. So fehlt zB. auch der TRUNCAT Befehl wie ich erstaunt feststellen musste. Ich habe da nicht noch weiter recherchiert was noch alles fehlt, da ich für das was ich gemacht habe keine besonderen Aktionen benötigte.

Deployment

Wenn ihr das Projekt über ein Setup-Projekt deployen wollt dann sollte da eigentlich nichts schief gehen. Ihr könnt aber natürlich auch ohne ein extra Setup-Projekt deployen, dazu solltet ihr folgende Schritte machen:

  1. Öffnet die Eigenschaften eures Projekts
  2. Öffnet dort den "Veröffentlichen" (Publish) Tab
  3. Klickt auf den Knopf "Erforderliche Komponenten"
  4. Sucht den Eintrag "SQL Server Compact Edition 3.5" und entfernt das Häkchen und schließt die Eigenschaften
  5. Nun benötigen wir die erforderlichen DLL Dateien, diese liegen in "C:\Programe\Microsoft SQL Server Compact Edition\"
  6. Es sind 7 oder auch mehr Dateien, abhängig davon wie viele Sprachen installiert sind (siehe Bild links)
  7. Markiert diese DLLs und zieht diese direkt in den Projektmappen-Explorer, da mit diese DLLs dem Projekt hinzugefügt werden
  8. Markiert die neuen DLLs in dem Projektmappen-Explorer -> klickt mit der rechten Maustaste darauf und wählt "Eigenschaften"
  9. Setzt die Eigenschaft "In Ausgabeverzeichnis kopieren" auf "Kopieren, wenn neuer" damit ihr immer die Aktuelle Version im Build Verzeichnis habt
  10. Klickt im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf System.Data.SqlServerCe und wählt Eigenschaften
  11. Setzt hier die Eigenschaft "Lokale Kopie" auf True. Dieser Schritt ist nötig damit das Programm lokal nach der DLL sucht und nicht versucht sich diese aus dem GAC (Global Assembly Cache) zu holen.

Und das war es eigentlich schon. Nun könnt ihr das Projekt problemlos deployen.

29Jun/100

ScreenShot Helper – erleichert den Umgang mit Bildern in der Windows Zwischenablage

Heute mal etwas in eigener Sache: Ich habe mal wieder ein kleines Tool für Windows fertiggestellt welches euch das leben etwas erleichern kann. Die Rede ist von ScreenShot Helper.

Bild 1: Benachrichtigung über eine neue Grafik in der Zwischenablage

ScreenShot Helper ist dafür gedacht Grafiken, die ihr in die Zwischenablage steckt schnell und einfach zu verarbeiten. Ein Bleispiel: Ihr wollt einem Bekannten einen Fehler oder etwas anderes zeigen, dass auf eurem Bildschirm passiert. Wenn ihr nur die Windows Tools verwendet müsst ihr erst einen Screenshot machen, dann Paint (oder ein anderes Bildprogramm) starten die Grafik dort einfügen, das Bild speichern, nun müsst ihr eine Webseite suchen auf die ihr das hochladen wollt um dann schließlich den Link zu bekommen, den ihr eurem Freund geben könnt.

Mit ScreenShot Helper wird dieser Vorgang stark vereinfacht. Das Programm erkennt automatisch, dass eine neue Grafik in der Zwischenablage ist und zeigt euch das Fenster aus Bild1. Nun könnt ihr mit einem Klick das Bild speichern oder es mit ebenfalls einem Klick hochladen und bekommt direkt den Link den ihr weiter verteilen könnt.

Ich bin mir dessen völlig bewusst, dass es sehr viele sehr ähnliche Tools da draußen im Web gibt die diese und noch weitere Funktionalitäten bieten. Ich wollte aber einfach nur ein leichtes schnelles Tool haben, dass genau das macht was ich brauche und dass ich weiter anpassen kann.

Vielleicht könnt ihr ja auch soetwas gut gebrauchen. Hier gehts zum Programm.

29Apr/100

VB.NET: Einstellungen in der Windows Registry Speichern

In so gut wie jedem Computerprogramm müssen Informationen wie Einstellungen oder Benutzerdaten gespeichert werden. Um dies zu realisieren gibt es viele Ansätze wie zB: eine Datenbank, eine XML oder INI Datei oder direkt in der Registry. In diesem kleinem Tutorial werde ich auf die letztere Methode eingehen.

Zu nächst sei gesagt, dass ich es euch nicht empfehlen würde eine Einstellungen in der Registry zu sichern. Das hat folgende Gründe:

  • Die Daten sind sehr versteckt und nicht jeder Benutzer weiß, wie man an diese herankommt
  • Man kann diese nur sehr schwer sichern oder auf ein anderen System umziehen
  • Es wird oft vergessen diese Einstellungen aus der Registry zu löschen, sodass diese als "Leichen" im System bleiben
  • Speicherort ist von der Version des Programms abhängig

Auf der anderen Seite gibts aber auch natürlich Vorteile:

  • Einstellungen sind vor ungeübten Nutzern "geschützt"
  • Sehr geringer Programmier-Aufwand
  • Einstellungen können oft auch nach einer Neuinstallation weiter verwendet werden. (Kann auch zum Nachteil werden wenn Einstellungen fehlerhaft sind)

Besonders in früheren Windows Zeiten wurden fast alle Einstellungen in der Registry gesichert. Inzwischen setzt sich die Sicherung der Daten in XML Dateien durch und das .NET Framework bietet seit der 3er Version auch den Namensraum My.Settings mit denen diese XML Dateien automatisch erzeugt werden. Aber heute scheuen wir uns mal den anderen Weg an!

Wie oben bereits erwähnt kann man mit sehr wenig Aufwand seine Einstellungen in der Registry sichern, diese werden dabei hier gesichert:

HKEY_CURRENT_USER\Software\[Unternehmen]\[Programm]\[Version]

Hier werden die Einstellungen gesichert, dabei werden die Variablen in den Klammern automatisch gefüllt.

.Dazu bietet uns der Application-Namesraum alles was wir benötigen. Was wir aber noch machen sollten ist die Überprüfung der Werte und das Exceptionhandling.

Alles was man zum speichern eines Werts angeben muss ist der Name unter dem der Wert gespeichert werden soll und der Wert selbst. Alle Werte werden dann automatisch unter dem oberen Pfad abgelegt.


	'''
	''' Speichert einen Wert unter angegebenem Namen in der Registry
	'''
	Public Sub SaveSetting(ByVal name As String, ByVal value As String)
	    Try
	      	Application.UserAppDataRegistry.SetValue(name, value)
	    Catch ex As Exception
	      	debug.WriteLine("Fehler: " &amp; ex.Message)
	    End Try
  	End Sub

Um die Werte nun wieder auszulesen benötigt man lediglich den Namen, den man zum speichern benutzt hat und man bekommt den Wert aus der Registry geworfen!


	'''
	''' Lädt den String aus der Regitry passend zu dem angegebenem Namen
	'''
	Public Function LoadSetting(ByVal name As String) As String
		Try
			If Not Application.UserAppDataRegistry.GetValue(name) Is Nothing Then
				Return CType(Application.UserAppDataRegistry.GetValue(name), String)
		  	Else
		    	Return String.Empty
		  	End If

		Catch ex As Exception
		  	debug.WriteLine("Fehler: " &amp; ex.Message)
		  	Return String.Empty
		End Try
	End Function

Hier muss man aber beachten, dass das Programm, das die Werte ausließt die selbe Version haben muss wie das was sie in die Registry geschrieben hat, da der Pfad (siehe oben) nicht mehr passt!

Wenn man die oberen Methoden implementeirt hat kann man nun die Einstellungen sehr bequem speichern:


	'Die Einstellung aller Controls auf der Form speichern
	Sub Button1Click(sender As Object, e As EventArgs)
		Dim rs As New RegSaver 'Diese Klasse beinhaltet die oben definierten Funktionen

		'Daten für alle Controls speichern
		For Each c As Control In Me.Controls
			If TypeOf c Is RadioButton Then
				Dim a As RadioButton = CType(c, RadioButton)
				rs.SaveSetting(a.Name,a.Checked)
			End If

			If TypeOf c Is CheckBox Then
				Dim a As CheckBox = CType(c, CheckBox)
				rs.SaveSetting(a.Name,a.Checked)
			End If

			If TypeOf c Is TextBox Then
				Dim a As TextBox = CType(c, TextBox)
				rs.SaveSetting(a.Name,a.text)
			End If
		Next
	End Sub

und auch wieder auslesen:


	'Die werte aller Controls wieder laden
	Sub MainFormLoad(sender As Object, e As EventArgs)
		Dim rs As New RegSaver
				'Daten für alle Controls laden
		For Each c As Control In Me.Controls
			Try	'beim ersten starten gibt es keinen wert der gecastet werden kann!
				If TypeOf c Is RadioButton Then
					Dim a As RadioButton = CType(c, RadioButton)
					a.Checked = cbool(rs.loadsetting(a.Name))
				End If

				If TypeOf c Is CheckBox Then
					Dim a As CheckBox = CType(c, CheckBox)
					a.Checked = cbool(rs.loadSetting(a.Name))
				End If
			Catch ex As Exception
				debug.WriteLine("Fehler: " &amp; ex.Message)
			End Try

			If TypeOf c Is TextBox Then
				Dim a As TextBox = CType(c, TextBox)
				a.Text = rs.loadSetting(a.Name)
			End If
		Next
	End Sub

Wenn die Werte das erste Malgeladen werden, kann es zu fehlern kommen, da man NULL-Strings zurückbekommt, deswegen sollte man hier immer die Exceptions catchen! Falls es in der Registry noch keine passenden Einstellung zu dem Namen gibt, wird diese beim Laden automatisch angelegt!

Bild 1: Demoapplikation mit den geladenen Einstellungen

Wenn der Code durchgelaufen ist wird folgende Struktur in der Registry angelegt:

Bild 2: Die Einstellungen in der Registry

Natürlich bleibt es euch überlassen, wie ihr die Einstellungen benennet, ich habe hier den Namen des Controls verwendet um dessen Status zu speichern, damit ich nicht so viel Code schreiben musste.

Welche Methode ihr nutzt müsst ihr natürlich selber an Hand des Projekts entscheiden, kennen sollte man sie aber alle.

Ein Kleines Demoprojekt gibts hier:

Download: Diesmal ausnahmsweise ein SharpDevelop Projekt

14Apr/103

C#: Das Dateisystem mit dem FileSystemWatcher überwachen

Oftmals ist man darauf angewiesen, dein Inhalt von einem oder mehreren Ordnern zu überwachen und auf Änderungen oder Aktionen des Benutzers  zu reagieren.

Dafür gibt es verschiedene Ansätze, ich will euch heute den FileSystemWatcher aus dem .NET Framework vorstellen. Der FileSystemWatcher (FSW) bietet uns eine Reihe von Events mit denen wir das System immer im Blick haben, darunter fallen die Events Changed, Created, Renamed und Deleted.

Da der FSW auch in einem eigenem Thread läuft gibt es auch keine Kollisionen mit der GUI und den anderen Programmabläufen. Hier muss man lediglich darauf achten, dass man keine Exceptions wegen der Threadübergreifenden Aktionen bekommt!

Fangen wir mit der Implementierung an:


            //Eine neue FileSystemWatcher Instanz erstellen
            FileSystemWatcher fw = new FileSystemWatcher("C:\temp");

            //Events regestrieren
            fw.Changed += new FileSystemEventHandler(onChanged);
            fw.Created += new FileSystemEventHandler(onChanged);
            fw.Deleted += new FileSystemEventHandler(onChanged);
            fw.Renamed += new RenamedEventHandler(onRenamed);

            fw.IncludeSubdirectories = true;

            //Überwachung starten
            fw.EnableRaisingEvents = true;

Hier erzeugen wir als erstes eine neues FileSystemWatcher Objekt und geben diesem einen expliziten Pfad als Parameter. Dieser Pfad wird dann vom FSW überwacht.

Als nächstes werden die vier Events registriert über die der FSW uns informieren soll. Zum Schluss sagen wir dem FSW noch, dass er auch die Unterordner des gewählten Pfads mit überwachen soll und starten die Überwachung.

Nun müssen wir noch die Events implementieren:


        private void onChanged(object source, FileSystemEventArgs e)
        {
            if (this.lstEvents.InvokeRequired)
            {
                addItemDel ad = new addItemDel(addItem);
                this.Invoke(ad, new object[] { e.ChangeType + " " + e.FullPath });
            }
            else
            {
                lstEvents.Items.Add(e.ChangeType + " " + e.FullPath);
            }
        }

        private void onRenamed(object source, RenamedEventArgs e)
        {
            if (this.lstEvents.InvokeRequired)
            {
                addItemDel ad = new addItemDel(addItem);
                this.Invoke(ad, new object[] { e.ChangeType + " " + e.OldName + " -> " + e.Name });
            }
            else
            {
                lstEvents.Items.Add(e.ChangeType + " " + e.OldName + " -> " + e.Name);
            }
        }

Da der FSW in einem eigenem Thread läuft müssen wir hier darauf achten und die Werte aus den Events über Delegate Methoden übergeben.


        private delegate void addItemDel(string text);

        private void addItem(string text)
        {
            lstEvents.Items.Add(text);
        }

Aus den übergebenen Event Argumenten können wir alle für uns wichtigen Informationen auslesen, wie den kompletten Pfad und die Dateinamen vor und nach dem umbenennen.

Übrigens nutzen zB. auch Antivieren Programme auch diese Technik für den Liveschutz vom Dateisystem.

Die FSW Klasse bietet noch weitere Möglichkeiten, mehr dazu im MSDN.

Natürlich habe ich hier auch wieder eine kleine Demo vorbereitet:

Bild 1: Events die aus dem überwachten Ordner ausgelesen wurden

Die Demo gibts hier:

23Mrz/100

Asynchrone Programmierung (mit der TPL) Teil 2

Ja, ich weiß, lang ist es her, dass ich den ersten Teil geschrieben habe aber nun (nach nur 5 Monaten) gehts endlich weiter, und diesmal wirds neben der Theorie auch Code geben!

Wie ihr seht habe ich den Titel etwas abgeändert nun tauchen da drei neue Buchstaben auf die ihr (vielleicht) noch nie gehört habt, diese stehen für Task Parallel Library. Wie der Name es schon sagt, ist es eine Library die es uns ermöglicht parallel zu programmieren, aber dazu später mehr!

Machen wir erstmal mit ein wenig Theorie weiter. Im ersten Teil haben wir erfahren, dass es nicht automatisch heißt, dass ein Programm schneller wird, wenn man viele Prozessoren im Rechner verbaut hat, und diesen Gedanken möchte ich in dem zweiten Teil noch etwas fortführen.

Dazu möchte ich ein Beispiel geben. Nehmen wir an wir haben eine Funktion geschrieben, in der eine FOR-Schleife vorkommt die viele Berechnungen anstellt und die Ergebnisse in ein Array Speichert zb so:


        static double [] oldWay = new double[10000000];
        public static void doitOldSchool()
        {
            for (int i = 0; i < oldWay.Length; i++)
            {
                oldWay[i] = (Math.Sin(i) / Math.Cos(i)) * Math.Tan(i) * 12345;
            }
        }

Ich denke so eine Schleife hat schon jeder mal geschrieben, da ist nichts kompliziertes dran, sie funktioniert auch hervorragend und liefert uns ein Ergebnis.

Die obere Schleife ist natürlich sehr simpel und ein Durchgang ist schnell erledigt, aber die Schleife wird hier 10 Millionen mal durchlaufen - und das ist ne Menge! Stellt euch vor irgendwann später wird diese Schleife um weitere Rechnungen oder Aktionen erweitert, dann könnte sie die Anwendung dauerhaft blockieren und einfrieren lassen.

Anmerkung: Dies ist nur ein Beispiel, im wahren Leben ist sowas natürlich blöd, da würde die Schleife viel weniger Durchläufe haben, aber dafür einen größeren Body, was die Sache wieder ausgleicht!

Spätestens wenn die Anwendung merkbar langsamer wird lohnt es sich über Parallelisierung nachzudenken, denn wenn inzwischen eh fast jeder Rechner und Laptop eine Mehrkern CPU hat würde das Programm doch schneller laufen oder?

Hier muss man aufpassen, denn die Parallelisierung bietet viele Fallen, denn wenn man die obige Schleife parallelisiert wird sie in sehr viele einzelne Threads zerteilt und auf alle CPU Kerne verteilt. Man kann es sich ungefähr so vorstellen, dass jeder Schleifendurchgang einen Einzelnen Thread bekommt.

Das hört sich eigentlich ganz toll an, aber hier darf man nicht aus den Augen verlieren, dass es auch seine Zeit dauert einen Thread zu erzeugen und dieser erzeugte Thread muss irgendwann auch vernichtet werden. Das heißt also, dass es Zeit kostet einen Thread anzulegen und zu zerstören, und wenn wir uns unsere Schleife so anschauen werden dort ziemlich viele Threads gebildet und auch vernichtet. So kann es vorkommen, dass ein parallel laufendes Programm langsamer ist als sein sequentielles Ebenbild!

Hier gilt aber ein einfache Regel, es muss sich "lohnen" einen Thread zu erzeugen. Das heißt, dass ein Thread auch was zu tun haben muss, in unserem Beispiel ist die Berechnung so schnell, dass das Erzeugen und Vernichten des Threads länger dauert als die Berechnung!

Aber das hängt auch noch von der verwendeten Hardware ab, so werden zu Beispiel Threads auf einem 64-Bit System ca. 30% schneller erzeugt als auf einem 32-Bit System. Desweiteren wird die Performance von der Anzahl der CPU-Kerne beeinflusst, denn wenn davon genug da sind können viel mehr Aktionen gleichzeitig laufen was natürlich das Programm beschleunigt.

Aber gut, genug der Theorie. Nun wollen wir ein bisschen in die Praxis gehen und gucken wie wir mit der Parallelisierung an der Performance der Anwendung schrauben können! Wenn wir die Obige sequentielle Schleife so ausführen benötigt diese knapp 2 Sekunden um alle 10 Millionen Werte zu berechnen:

Bild 1: Das Ergebnis der Sequentiellen Schleife (Core2Duo @ 2,4 gHz)

Gar nicht mal schlecht was man in 2 Sekunden alles berechnen kann! Aber das Blöde hierbei ist, dass die Anwendung dann natürlich 2 Sekunden Blockiert ist. Versuchen wir nun mal die Arbeit gerecht auf alle Prozessoren (in diesem Falle 2) zu verteilen!

Dazu ist aber etwas Vorbereitung nötig. Die TPL wird von Visual Studio 2010 von Haus aus unterstützt, desweiteren wird auch das .NET Framework in der Version 4.0 benötigt, außerdem macht es auch Sinn einen Rechner mit mehr als einem CPU-Kern zu haben ;-) Es müsste auch mit Visual Studio 2008 gehen wenn man das .NET Framework 4 installiert, aber dafür lege ich nicht meine Hand ins Feuer!

Wenn das erledigt ist könnt ihr ein neues C# Konsolen Projekt anlegen. Alles was wir brauchen befindet sich in dem Namespace System.Threading.Tasks, weswegen wir das importieren sollten!

Nun wollen wir unsere FOR-Schleife in eine parallele FOR-Schleife umwandeln. Zum Glück ist das einfacher als es sich anhört, da und die TPL alles nötige zur Verfügung stellt! Schreiben wir also die Schleife folgendermaßen um:


        static double [] newWay = new double[10000000];
       public static void doitNewSchool()
        {
            Parallel.For(0,                 //From (Startwert)
                        newWay.Length,      //TO   (Endwert)
                        (i) =>              //Initialisierung der Variablen
                        {                   //Code der ausgeführt werden soll
                           newWay[i] = (Math.Sin(i) / Math.Cos(i)) * Math.Tan(i) * 12345;
                        });
        }

Zugegeben, auf den ersten Blick sieht das ganze verwirrend aus, da der Kopf der Schleife sich geändert hat. Aber auf den zweiten Blick erkennt man viel wieder. So beginnt die Schleife ebenfalls mit dem Startwert, gefolgt von der Abbruchbedingung. Nun kommt das neue, denn die TPL verwendet hier die so genannten Lambda Ausdrücke, die mit C# 3.0 Einzug erhielten. So ist es nun möglich ganze Codeblöcke in Parameter Felder zu setzen und vieles mehr.

Aber man langsam, man beginnt hier mit der Initialisierung der benötigten Variablen in diesem Fall nur eine namens "i", die Initialisierung erfolgt Typenlos in runden Klammern mit dem Pfeil dahinter wird der dazugehörige Codeblock initiiert (Anonyme Methoden). (ihr könnt die Variablen auch Typisieren, wenn ihr aber keinen Typ angibt wird er automatisch bestimmt!)

Der Inhalt der Schleife bleibt hierbei aber exakt der gleiche, praktisch oder? Aber was passiert nun genau? Naja einfach ausgedrückt wird der Block in viele einzelne Teile zerbrochen die in eigenen Threads dann über die verfügbaren CPU-Kerne verteilt werden. Schließlich werden die Ergebnisse wieder zusammengetragen!

Bevor wir nun hingehen und die neue Schleife testen will ich euch noch was zeigen. Auf dem Folgenden Screenshot sieht man die CPU-Auslastung während unsere erste sequentielle Schleife läuft:

Bild 2: CPU-Auslastung während sequentieller Berechnung

Wie man ganz klar erkennen kann werden beide Kerne belastet! Wie kann das sein? Das Programm ist doch sequentiell! Die Erklärung ist relativ simpel, denn das System (hier Windows 7) erkennt auch, dass da ein Programm einen Kern überlastet und verteilt die Last automatisch auf andere Kerne. Ok, und warum soll ich mir nun die mühe machen und parallel programmieren wenn das System das doch auch so für mich macht?

Ganz einfach, weil das System es schlecht macht. Hier kann man es nicht erkennen, da der PC nur 2 Kerne hat. Wenn man mehr Kerne hätte würde man erkennen, dass das System, zwar versucht einen Kern zu entlasten und die Arbeit zu verteilen, aber es bezieht nur 1, vielleicht 2 weitere kerne in die Arbeit mit ein, alle anderen dürfen weiter "karten spielen" und auf Arbeit warten. Wenn wir aber unser Programm parallel gestalten, werden alle verfügbaren Kerne ausgenutzt!

Ok, dann wollen wir mal unsere überarbeitete parallel laufende Schleife mal anschmeißen:

Bild 3: Parallel laufende Schleife

Ahja, wie man sieht konnte unsere neue Schleife die Werte in fast der halben Zeit berechnen. Das ist eine enorme Steigerung! Schauen wir uns auch nochmal die CPU-Auslastung an:

Bild 4: Steile Berge

Man erkennt sofort, dass die CPU hier sehr viel effizienter genutzt wird, die Auslastung steigt kurz bis an das Maximum an und geht danach direkt wieder runter! Vergleicht man das Bild mit dem Sequentiellen sieht man auch, dass beide Kerne fast gleichstark und auch durchgängig belastet werden. Die last wird perfekt auf die verschiedenen Kerne verteilt!

Ruft man beide Funktionen hintereinander zur Laufzeit auf, wird der Unterschied noch besser sichtbar:

Bild 5: 100% Schneller

Der Unterschied ist gewaltig, man würde den Unterschied noch mehr spüren, wenn man eine Schleife mit einem Größerem Body testen würde, aber das könnt ihr dann ja mal selber irgendwann üben.

In bild 5 sieht man die Ergebnisse der Berechnung auf einem Windows 7 32 Bit Rechner mit einem Core2Duo mit 2,4 gHz. Schauen wir uns doch mal an, wie die Zahlen abweichen wenn wir ein System haben dass ein paar mehr Kerne hat und im 64 Bit Modus läuft:

Bild 6: Unglaublich oder?

Hier sieht man es nochmal ganz deutlich wie überlegen die parallel programmierte Schleife der sequentiellen ist. So sieht die CPU Verteilung aus auf einem 64 Bit System mit 16 Kernen:

Bild 7: Gegenüberstellung (Zum vergrößern klicken)

Wie man sieht beansprucht die sequentielle Schleife nur 4 der Prozessoren, und das nicht mal ganz. Die parallele Schleife dagegen hat 15 der 16 Kerne belastet und ist dem entsprechend 10 mal schneller fertig geworden!

Zum Schluss will ich noch eine kleine Schwäche der Parallelen Variante (wenn man sie Schwäche nennen mag) zeigen. Ich habe hier ganz bewusst eine Schleife genommen, die 10 Millionen mal ausgeführt wird, denn wenn die Schleife kleiner wird, hat man mit der Parallelen Schleife keinen Vorteil mehr!

Die Erklärung dafür habe ich zu Beginn dieses Artikels gegeben, denn die Thread Erzeugung dauert einfach viel zu lange! So sieht man hier den Ablauf der selben Schleife mit 100.000, 10.000 und 1000 Durchgängen:

Bild 8: Man muss vorher abwägen

Man muss sich unbedingt vorher Gedanken machen, ob es sich lohnt einen Prozess zu parallelisieren.

In dem Nächten Teil, der (ich hoffe) bald kommt werde ich euch dann noch ein paar weitere Gefahren zeigen, und auch Methoden wie man die Parallelisierung noch ein wenig beschleunigen kann, sowie auch weitere Beispiele mit anderen Schleifen und ganzen Codeblöcken!

Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen und freue mich auf euer Feedback!

Die Demoanwendung gibts hier:

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19Mrz/102

.NET: Taskleiste und Start Button ausblenden

Vor einer Weile habe ich einen Artikel geschrieben, in dem ich zeige wie man die Windows Taskleiste ausblenden kann, sodass nur der Startbutton übrig bleibt. Nun wollen wir auch noch den Startbutton entfernen, sodass von der Taskleiste nichts mehr übrig bleibt!

Das Vorgehen ist hierbei fast das gleiche, der Unterschied besteht nur darin, dass der Prozess, der für die Anzeige des Start-Buttons verwendet wird etwas schwerer zu finden ist! Diesen Prozess werdet ihr vergeblich in der Process.getProcesses() Übersicht des .NET Frameworks suchen.

Hier müssen wir so vorgehen wie in dem Beitrag "Alle Sichtbaren Prozesse auflisten" und benutzen deshalb die Windows Funktion "EnumWindows" die uns alle Fensterprozesse liefert, inklusive dem Start-Button Prozess.

Suchen müssen wir hier den Prozess mit dem Titel "Start" und von der Klasse "Button". Ich habe hier um die Arbeit zu erleichtern 2 kleine Klassen geschrieben. (Ich werde bald eine Library veröffentlichen mit weiteren Funktionen)


            ProcessListDemo.Windows windows = new ProcessListDemo.Windows();

            foreach (ProcessListDemo.Window w in windows.lstWindows)
            {
                if (w.winTitle == "Start" &amp;amp;&amp;amp; w.winClass == "Button" &amp;amp;&amp;amp; w.winVisible == true)
                {
                    sbHandle = w.winHandle;
                    if (sbHandle != IntPtr.Zero)
                    {
                        ShowWindow(sbHandle, 0);
                    }
                    else
                    {
                        //Fehler
                    }
                }
            }

Wenn man nun das Handle des Startbuttons hat kann man mit der Windows Funktion ShowWindow das Fenster bzw. den Button ausblenden.

Bild 1: Demoanwendung kann nun auch den Startbutton verschwinden lassen

Wundert euch nicht, dass der Button nicht verschwindet wenn ihr den Code ausführt, denn erst wenn auch die Taskleiste verschwunden ist ist auch der Button weg. Also kann man nur den Button anzeigen oder Taskleiste und Button. Nur die Taskleiste (also ohne den Start Knopf) Geht leider nicht!

Probiert es einfach mit der Demoanwendung aus:

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